Verdacht auf Steuerhinterziehung
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Wallraff

Nun wird es ernst für den Günther Wallraff. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den Enthüllungsjournalisten aufgenommen. Dabei geht es nicht nur um den Vorwurf zur Beihilfe zum Sozialbetrug.
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KölnDie Kölner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff wegen des Verdachts auf Vorenthaltung von Arbeitnehmerentgelt und Beihilfe zum Sozialbetrug aufgenommen. Außerdem wird gegen den 69-Jährigen wegen Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt, wie ein Sprecher der Behörde am Montag mitteilte. Zudem prüft die Staatsanwaltschaft eine Anzeige gegen Wallraff wegen angeblichen Prozessbetrugs.

Bei den Ermittlungen wegen Vorenthaltung von Arbeitnehmerentgelt geht es demnach darum, dass Wallraff für einen Mitarbeiter, der Geld aus Sozialkassen erhielt, keine Sozialabgaben bezahlt haben soll. Zu den Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung machte die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben. Die „Süddeuschte Zeitung“ hatte zuvor von Hinweisen berichtet, dass Wallraff nicht alle seine Honorare ordnungsgemäß versteuert habe.

Bei der Anzeige wegen angeblichen Prozessbetrugs geht es laut Staatsanwaltschaft darum, dass Wallraff bei einem Prozess eine falsche eidesstattliche Versicherung vorgelegt haben soll. Das Gerichtsverfahren steht demnach im Zusammenhang mit seinem Bericht des Journalisten aus dem Jahr 2008 über schlechte Arbeitsbedingungen in einer Großbäckerei. Über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Wallraff auch in diesem Fall ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht entschieden.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Verdacht auf Steuerhinterziehung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Wallraff"

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  • Möglicherweise ist jetzt die Grundlage gegeben, Wallraff "fertig" zu machen. Jemanden der sich immer für unterpreviligierte eingesetzt hat zu diffamieren und als unglaubwürdig darzustellen. Bild lässt grüssen.

  • staatsanwälte sind nunmal weisungsgebunden, frage mich nur wer hier anweist....sollten eigentlich mit libor, banken, verfassungschutz, gladio genug zu tun haben.

  • In der BRD-GmbH kann niemand Steuern hinterziehen, da die Abgabenordnung (AO) von 1977 wegen Verletzung des Zitiergebotes werde rechtwirksam noch rechtskräftig ist. Im GG ist ausserdem keine Steuerpflicht verankert. Im Zuge der Bereinigung des Bundesrechts zur Anpassung an die nach wie vor geltenden SHAEF-Gesetze (alliiertes Besatzungsrecht)unterliegt die Steuergesetzgebung dem Schenkungsrecht. Alle Von sogenannten Finanz"behörden" erstellten Steuerbescheide und sonstige Willkürakte sind null und nichtig, d.h. illegal oder schlichtweg kriminell.

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