Verdächtige festgenommen
Waldbrände entstanden durch Brandstiftung

Die spanische Polizei hat am Sonntag 27 Verdächtige festgenommen, die im Nordwesten des Landes Waldbrände gelegt haben sollen. Wie Behörden mitteilten, sind unter den mutmaßlichen Brandstiftern auch Feuerwehrleute.

HB MADRID. Am Nachmittag loderten die Flammen an 68 Stellen, 35 der Feuer breiteten sich weiterhin unkontrolliert aus. 54 der Brände brachen laut Regionalregierung am Sonntag aus.

Bei den verheerenden Feuern sind in den vergangenen zehn Tagen vier Menschen ums Leben gekommen. Rund 15 000 Hilfskräfte und Anwohner versuchen seit Tagen am Boden und mit 60 Löschflugzeugen, die Feuer unter Kontrolle zu bringen. Mindestens 40 000 Hektar Busch- und Waldland sind Medienberichten zufolge verbrannt. Das entspricht einer Fläche, die größer als die Insel Malta ist. Die Mehrzahl der Feuer ist nach Behördenangaben von Brandstiftern gelegt worden.

Die Regierung hatte am Wochenende 400 Fallschirmjäger in die Region entsandt, um wichtige Einrichtungen wie Kraftwerke und Flughäfen vor Brandstiftern zu schützen. Offenbar hatten Feuerteufel auch in der Nähe des katholischen Wallfahrtsortes Santiago de Compostela gezündelt.

In den spanischen Medien wurden in den vergangenen Tagen angesichts des Ausmaßes der Brände bereits Parallelen zu der Umweltkatastrophe im Jahr 2002 gezogen: Damals war vor der galicischen Küste der Öltanker „Prestige“ untergegangen und hatte eine Ölpest ausgelöst.

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