Verdächtiger festgenommen
Deutsche in Türkei umgebracht

Ein elfjähriges deutsches Mädchen ist im türkischen Urlaubsort Alanya ermordet worden. Nur wenige Stunden nach dem Fund der Leiche hat die türkische Polizei einen Verdächtigen festgenommen.

HB ALANYA. Bei dem Mann handelt es sich nach Angaben der Ermittler in Alanya um einen türkischen Ladenbesitzer, dessen Auto und Hose Blutspuren aufwiesen. In ersten Verhören habe er die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Elfjährige aus Niedersachsen, die mit ihrer Familie in Alanya Urlaub machte, wurde seit Sonntag vermisst und am Montagabend tot gefunden. Der Autopsie zufolge erstickte sie nach Schlägen auf die Brust an einer Lungenblutung.

Hinweise auf ein Sexualverbrechen gebe es nicht, teilten die Ermittler mit. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter die Leiche nach dem Verbrechen zum Fundort gebracht hat. Die Tote wurde unter einem Baum nahe der historischen Festung des Ortes entdeckt.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen im südostanatolischen Malatya geborenen Mann. Er soll wegen sexueller Belästigung von drei kleinen Mädchen vorbestraft sein. Zu seinem Vorstrafregister gehörten auch Diebstahl und Hehlerei, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Gewissheit über seine mutmaßliche Verwicklung in das Verbrechen erwartet die Polizei von der Auswertung der Blutspuren. „Wir haben Befunde und warten auf die Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchungen in Ankara“, sagte der Polizeipräsident von Alanya, Turgay Caliskan.

Nach Informationen der „Goslarschen Zeitung“ stammt die Elfjährige aus Wolfshagen bei Goslar. Die nach Berichten von Augenzeugen „völlig aufgelöste“ Mutter hatte ihre Tochter am Sonntag als vermisst gemeldet. Das Mädchen hatte das Hotel, in dem es mit Mutter und Stiefvater den Urlaub verbrachte, verlassen, um eine Luftmatratze zu kaufen. Sie war nicht wieder zurückgekehrt.

Die „Goslarsche Zeitung“ berichtete, eine Reisegruppe aus Kiel habe nach dem Verschwinden des Mädchens spontan eine Suchaktion gestartet. Die Hotelgäste hätten sofort auf dem Hotelrechner ein Fahndungsplakat erstellt und die örtlichen Medien informiert. Die Polizei habe Straßensperren errichtet und Fahrzeugkontrollen vorgenommen. An der Suche hätten sich rund 500 Menschen beteiligt, darunter Hotelmitarbeiter und Einwohner des Ortes.

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