Vergewaltigungsverdacht
Türck vorerst auf Eis gelegt

Nach Vergewaltigungsvorwürfen darf TV-Moderator Andreas Türck vorerst nicht mehr die „Chart-Show“ auf Pro Sieben präsentieren. Der Moderator wurde am Dienstag bis auf weiteres beurlaubt. Die nächste „Chart-Show“ an diesem Samstag werde von Brosis-Sänger Faiz moderiert, teilte der Sender am Dienstag in München mit.

HB MÜNCHEN. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 35-Jährigen wegen des Verdachts der Vergewaltigung. Eine Behördensprecherin hatte am Dienstag einen entsprechenden Bericht des Hessischen Rundfunks bestätigt. Demzufolge soll Türck im Sommer 2002 vor einer Frankfurter Gaststätte eine 27-jährige Frau vergewaltigt haben. Der Moderator will sich nach Angaben seines Anwalts in den nächsten Tagen zu den Vorwürfen äußern.

Angesichts des meist jugendlichen Publikums sehe sich Pro Sieben außer Stande, die Sendung weiter von Türck moderieren zu lassen, sagte Senderchef Nikolas Paalzow. „Wir gehen davon aus, dass Andreas Türck unschuldig ist. Sein Anwalt und er selbst haben uns glaubhaft versichert, dass die Vorwürfe unbegründet seien“, meinte Paalzow. Der Moderator bleibe bis zur Klärung der Vorfälle beurlaubt.

Für die Tat gib es laut Hessischem Rundfunk mehrere Zeugen. Die 27-Jährige habe sich Bekannten anvertraut, wodurch die Staatsanwaltschaft von dem Verbrechen erfahren habe. Der Anwalt Türcks wies die Vorwürfe laut hr mit der Begründung zurück, das mutmaßliche Opfer leide unter Wahnvorstellungen.

Der in Gießen in Hessen geborene Talk-Master startete seine Fernsehkarriere beim ZDF. Von 1995 bis 1997 moderierte er die Spielshow „Dalli Dalli“. 1998 bekam er seine eigene Talk-Show „Andreas Türck“, die bis zum vergangenen Jahr auf Pro Sieben lief. Seit Januar dieses Jahres moderierte er die wöchentliche Musiksendung „Chart-Show“.

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