Verhandlung ist nicht öffentlich
Beratung um Strafmaße im Misshandlungsprozess

Die Verhandlungen im Prozess um die wochenlange Misshandlungen eines 17-jährigen Berufsschülers in Hildesheim hat das Gericht am Dienstag unterbrochen, um intern über mögliche Strafmaße zu beraten.

HB HILDESHEIM. Zuvor hätten Richter, Anklagevertreter sowie die Verteidiger der insgesamt elf angeklagten Jugendlichen darüber diskutiert, inwieweit sich Geständnisse strafmildernd auswirken könnten, sagte Rechtsanwalt Roman von Alvensleben in einer Verhandlungspause zu Journalisten. Dabei sei auch darüber gesprochen worden, ob für die vier Hauptangeklagten überhaupt eine Bewährungsstrafe in Frage komme. Bis dahin sei die Anklage verlesen worden. Die Jugendlichen seien von dem Gericht noch nicht zu Sache vernommen worden.

Am Vormittag hatte der Prozess mit halbstündiger Verspätung begonnen, weil einer der Jugendlichen von der Polizei zwangsweise vorgeführt werden musste.

Die Anklage wirft den Schülern einer Berufsvorbereitungsklasse der Werner-von-Siemens-Schule in Hildesheim vor, ihren damals 17-jährigen Klassenkameraden mehr als zwei Monate lang gequält und brutal misshandelt zu haben. Sie sollen unter anderem mit Eisenstangen auf ihr Opfer eingeschlagen und es gezwungen haben, Zigarettenkippen zu essen. Vier der elf mutmaßlichen Täter sitzen seit Februar in Untersuchungshaft. Da alle Angeklagten zur Tatzeit noch nicht volljährig waren, ist die Verhandlung vor der Jugendkammer nicht öffentlich. Am Nachmittag wollte das Gericht über den Verhandlungsstand informieren.

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