Verkehrschaos
Winter fordert Opfer - Hunderte Unfälle, mehrere Tote

Mancherorts schmilzt der Schnee, aber der Winter fordert weitere Opfer. Allein in Polen erfroren im Dezember schon 36 Menschen. In Deutschland bleibt es auf den Straßen gefährlich.
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BERLIN HB. Trotz der neuen Winterreifenpflicht hat es auf glatten Straßen am Wochenende wieder hundertfach gekracht. Allein in Nordrhein-Westfalen passierten bis Sonntagmittag fast 500 Unfälle. Dutzende Menschen wurden dort verletzt, eine Frau getötet. Die Schäden liegen bei 1,5 Millionen Euro. Im Harz und andernorts in Niedersachsen wurden Straßen gesperrt, die der Schneesturm zugeweht hatte.

Der strenge Winter fordert in Polen immer mehr Todesopfer. Bei Temperaturen bis minus 22 Grad erfroren in der Nacht zum Sonntag fünf weitere Menschen. Seit dem Beginn der kalten Jahreszeit im November zählte die Polizei dort schon 51 Kältetote.

In Brandenburg stürzte eine Fallschirmspringerin zu Boden und verletzte sich schwer. Die 51-Jährige hatte wegen der geschlossenen Schneedecke wohl die Höhe falsch eingeschätzt und die Landung zu spät eingeleitet, erklärte die Polizei nach dem Unfall vom Samstag.

In Bulgarien überflutete heftiger Regen viele Straßen, darunter die wichtige Nord-Süd-Autobahn nach Griechenland. In drei Gemeinden im Westen wurde der Notstand ausgerufen. Auch ein neuer Teil der Ringautobahn um die Hauptstadt Sofia stand komplett unter Wasser. In vielen Teilen Deutschlands kamen Autofahrer von glatten Straßen ab. In Sachsen erwischte es laut Polizei sogar einen Mann vom Winterdienst. Auf dem Weg zu einem Einsatz verlor der 31-Jährige in einer Kurve die Kontrolle über sein Räumfahrzeug, prallte damit gegen einen Baum und landete schließlich in einem Bach.

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