Verkorkste Werbeaktion
Halbnackte Spartaner sorgen in Peking für Aufregung

Gesund, muskulös und spärlich bekleidet: Mit griechisch anmutenden Models wollte eine Salat-Firma in Peking für sich werben. Doch die Aufmerksamkeit ging weit über das gewünschte Maß hinaus.
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PekingRund 40 als Spartaner verkleidete Männer haben in Peking für Aufregung und einen Polizeieinsatz gesorgt. Die chinesischen Beamten rangen die halbnackten Männer nieder, die der Salat-Lieferservice „Sweetie Salad“ zu Werbezwecken engagiert hatte.

Die nur mit kurzen Hosen, Arm- und Beinschützern und Helmen bekleideten blonden und braunhaarigen westlichen Männer liefen am Mittwoch durch das Hauptgeschäftsviertel und eine beliebte Einkaufsmeile in Peking. Die angeblichen antiken Griechen mit ihren nackten Oberkörpern – und ihren Salatschüsseln – zogen Menschenmengen an. Frauen posierten mit den Muskelmännern für Fotos, die sich anschließend schnell in Sozialen Netzwerken verbreiteten.

Die Polizei reagierte weniger amüsiert. Sie löste den Zug der Spartaner in der Einkaufszone Sanlitun auf. Das Staatsfernsehen zeigte Fotos von einem Polizisten, der auf dem Rücken einer der Männer sitzt. Offenbar hatte er den Mann zu Boden geworfen.

Die Polizei teilte am Donnerstag mit, sie habe einige „Ausländer in kurzen Hosen“ maßregeln müssen, um die öffentliche Ordnung wieder herzustellen. Der Vorfall werde untersucht.

Die Aktion habe weit mehr Aufsehen erregt als erwartet, teilte der Lieferservice „Sweetie Salat“ mit, der nach eigenen Angaben auf diese Weise sein einjähriges Bestehen feiern wollte. In einer Erklärung des Unternehmens heißt es, Mitarbeiter hätten Kontakt zur Polizei aufgenommen, um „jegliche Missverständnisse“ auszuräumen.

„Wir haben Spartaner gewählt und körperlich fitte, ausländische Models eingeladen, weil wir einfach unsere Kunden ermutigen wollten, der Schönheit der Gesundheit nachzugehen“, erklärte die Firma.

Kürzlich hatte sich im Pekinger Viertel Sanlitun ein ähnlicher Vorfall ereignet. Vor wenigen Tagen kursierte ein Sex-Video im Internet, das angeblich in einer Umkleidekabine des japanischen Bekleidungsgeschäftes Uniqlo aufgenommen wurde und ebenfalls die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zog.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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