Verletzter gestorben
Siebtes Todesopfer nach Mordserie in Sittensen

Die Zahl der Todesopfer der Mordserie in einem China-Restaurant im niedersächsischen Sittensen ist auf sieben gestiegen: Ein Mann erlag in einer Klinik seinen schweren Schussverletzungen. Am Dienstag will die Polizei die Identität der Getöteten bekannt geben.

HB ROTENBURG. Ein Polizeisprecher sagte am Dienstag, der Verletzte sei noch am Montag gestorben, wenige Stunden nach der Tat in der Nacht zuvor. „Ich hatte ohnehin wenig Hoffnung, den Mann befragen zu können.“ Der Mann war kurz nach Mitternacht schwer verletzt in dem Lokal in der Innenstadt von Sittensen gefunden worden. Drei weitere Männer und drei Frauen wurden tot entdeckt. Einige der Opfer waren gefesselt.

„Eine solche Tat hat es in Norddeutschland noch nicht gegeben“, sagte der Polizeisprecher. Am Dienstag werde die Identifizierung der Leichen abgeschlossen. Vermutlich handelt es sich um die asiatischen Inhaber und Angestellten des Restaurants. Nur eines der Opfer war sofort erkannt worden. Es handelt sich um eine Mitarbeiterin, deren Mann sie aus dem Restaurant abholen wollte und der die Leichen entdeckte.

Anhand der Spuren hofft die Polizei, den Hergang der Bluttat rekonstruieren zu können. Außerdem hofft die Sonderkommission auf erste Aussagen von Gästen, die das China-Restaurant am Sonntagabend besucht haben. Ob es sich bei der Bluttat um einen Überfall oder einen gezielten Anschlag chinesischer Mafiabanden handelt, mochte die Polizei vorerst nicht bewerten. Ein Familiendrama sei wohl auszuschließen. Bislang sei das China-Restaurant nie bei der Polizei auffällig geworden.

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