Vermisstes Flugzeug
Gefundenes Wrackteil könnte von MH370 stammen

Seit knapp zwei Jahren ist die Maschine des Flugs MH370 schon verschwunden. Jetzt wurde an der Küste von Mosambaik ein Wrackteil angespült, das zu dem vermissten Flugzeug gehören könnte. Experten prüfen den Fund nun.

WashingtonDer Fund eines Flugzeugwrackteils an der Küste von Mosambik nährt neue Hoffnungen auf Hinweise zu der seit knapp zwei Jahren verschwundenen Passagiermaschine von Malaysia Airlines. Fotos vom Trümmerteil weisen vorerst darauf hin, dass es vom gleichen Flugzeugtyp stamme wie der vermisste Flug MH370, sagte ein Beamter in Washington. Bei der Malaysia-Airlines-Maschine, die vor knapp zwei Jahren mit 239 Menschen an Bord spurlos vom Radar verschwand, handelt es sich um die einzige bekannte vermisste Boeing 777. Das Trümmerteil soll nun von Experten in Australien näher geprüft werden.

Am vergangenen Wochenende war das Trümmerteil an der Küste Mosambiks angeschwemmt und von einem Amerikaner entdeckt worden. Es wurde später als sogenanntes Höhenleitwerk identifiziert, eine horizontale Fläche am rechten Hecks eines Flugzeugs. Malaysias Verkehrsminister Liow Tiong Lai bestätigte den Fund per Twitter. Auf Basis erster Berichte sei es „sehr wahrscheinlich“, dass das Trümmerteil zu einer Boeing 777 gehöre. Zugleich warnte der Minister vor voreiligen Spekulationen, da sich daraus noch nicht folgern lasse, dass es von Flug MH370 stamme.

Die australische Behörde für Verkehrssicherheit gab sich zunächst ebenfalls verhalten. In Kooperation mit den Behörden in Mosambik und Malaysia werde der Fall untersucht, sagte Sprecher Dan O'Malley. Australische Beamte seien zudem in Kontakt mit dem Amerikaner Blaine G., der das Trümmerteil fand. Jetzt gelte es aber zu warten, bis das Trümmerstück untersucht sei, sagte O'Malley. „Wir werden keine Schlüsse aus dem Fotos ziehen.“

Australien betreut die bisher erfolglose Suche nach Flug MH370. Die Maschine befand sich im März 2014 mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking, drehte aber offenbar ab und stürzte vermutlich in den Indischen Ozean.

Trotz intensiver Suche in einem weitläufigen Gebiet vor der Küste Westaustraliens gab es bislang nur eine bestätigte Spur: Im Juli 2015 wurde auf der Insel Réunion eine Flügelklappe gefunden, die einer Boeing 777 zugeordnet werden konnte.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%