Vermisstes Flugzeug: Mögliche Trümmerteile im Meer waren falsche Spur

Vermisstes Flugzeug
Mögliche Trümmerteile im Meer waren falsche Spur

Verwirrung um Flug MH 370: Satellitenbilder sollen „verdächtige schwimmende Objekte“ vor der Südspitze Vietnams entdeckt haben. Zwar fanden Einsatzkräfte Metallteile – aber sie gehören wohl nicht zum vermissten Flugzeug.
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Peking/Kuala LumpurBei der Suche nach der verschollenen malaysischen Passagiermaschine gibt es weiter keine Spur. Für Aufregung sorgte zeitweise ein Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, wonach Bilder von Trümmern der seit Samstag vermissten Passagiermaschine aufgetaucht sein sollten. Die chinesische Luftfahrtbehörde erklärte jedoch später, es gebe keine Beweise dafür, dass die Objekte zu der vermissten Maschine der Malaysia Airlines gehörten. Malaysische Suchtrupps fanden später keine Trümmer an dem Ort.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten widersprüchliche Meldungen über Funde und mögliche Flugrouten für Verwirrung gesorgt. Tatsache ist, dass es auch am Donnerstag – fünf Tage nach dem Verschwinden der Maschine – weiter keine stichhaltigen Hinweise auf ihren Verbleib und das Schicksal der Insassen gab.

Xinhua hatte berichtet, eine Internetseite der chinesischen Regierung verfüge über Satellitenbilder vom Morgen des 9. März aus dem Seegebiet vor der Südspitze Vietnams. Sie zeigten „drei verdächtige schwimmende Objekte“ unterschiedlicher Größe. Das größte Stück messe etwa 24 mal 22 Meter.

Doch auch diese Spur verpuffte. „Es stimmt, dass der Satellit gestartet wurde und etwas Rauch und mutmaßliche Metallteile etwa 37 Kilometer südöstlich von Ho-Chi-Minh-Stadt entdeckt hat“, erklärte der Leiter der chinesischen Luftfahrtbehörde in Peking, Li Jiaxiang, am Donnerstag. „Aber nach genauerer Untersuchung können wir nicht bestätigen, dass sie zu dem vermissten Flugzeug gehören.“

Zuvor hatte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, es gebe Satellitenbilder von Trümmern der seit Samstag vermissten Passagiermaschine. Eine Internetseite der chinesischen Regierung verfüge über die Aufnahmen vom Morgen des 9. März aus dem Seegebiet vor der Südspitze Vietnams. Sie zeigten „drei verdächtige schwimmende Objekte“ unterschiedlicher Größe. Das größte Stück messe etwa 24 mal 22 Meter, hieß es weiter.

Die Boeing 777 mit 239 Menschen an Bord war auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Seither fehlte von ihr jede Spur – obwohl intensiv nach ihr gesucht wurde.

Das nicht identifizierte Flugzeug habe sich zu dem Zeitpunkt 370 Kilometer nordwestlich der Insel Penang über dem Andamanischen Meer befunden. Das wäre mehrere hundert Kilometer westlich der Route von der malaysischen Hauptstadt nach Peking. Der Luftwaffen-Chef hatte erst Stunden vor seiner neuen Enthüllung Medienberichte über ein Signal westlich von Malaysia vehement dementiert. In den Medienberichten war von einem Signal in der Straße von Malakka die Rede. Die am Mittwoch genannte Ortung liegt mehrere hundert Kilometer weiter nordwestlich.

Sollte es sich bei der Maschine auf dem Militärradar um die vermisste Boeing 777-200 gehandelt haben, wäre sie allerdings in einem Luftraum mit hohem Verkehrsaufkommen unerkannt mindestens 20 Minuten unterwegs gewesen. Rätselhaft wäre, wieso sich die Piloten nicht meldeten und wieso die Bordcomputer nicht wie üblich automatisch Daten an die Bodenkontrolle sendeten. Die Suche nach der Maschine wurde auf das Andamanische Meer ausgeweitet.

Malaysia Airlines ändert ab sofort die Kennung ihres Flugs aus der Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking. Die Verbindung habe ab dem 15. März die Nummer MH318, teilte die Airline am Donnerstag mit. Bislang lautete die Flugnummer MH370.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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