Vermutlich Brandstiftung
Tragödie bei Wohnhausbrand in Berlin

Bei einem vermutlich durch Brandstiftung verursachten Feuer in einem Mietshaus in Berlin-Moabit sind in der Nacht zum Dienstag acht Menschen, unter ihnen vier Kinder, ums Leben gekommen. Unter ihnen sind vier Kinder, teilte der Chef der Berliner Feuerwehr, Albrecht Broemme, am Unglücksort mit.

HB BERLIN. Acht Schwerverletzte werden zur Stunde mit Brandwunden und Rauchvergiftungen im Krankenhaus behandelt. Sie kamen ins Krankenhaus. In einem Feuerwehrbus versorgten Notärzte und Sanitäter ambulant weitere 43 Hausbewohner, denen zumeist eingeatmeter Rauch zu schaffen machte. Laut Broemme war es im Hinblick auf die Zahl der Opfer der zweitschwerste Brand in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg.

Brandspezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) nahmen in den Morgenstunden die Ermittlungen zur Unglücksursache auf. „Wir gehen von Brandstiftung aus“, sagte eine Polizeisprecherin.

Das Feuer war nach Angaben der Feuerwehr im Treppenhaus im Erdgeschoss eines fünfstöckigen Altbaus in der Ufnaustraße acht ausgebrochen. Die Flammen krochen am Treppengeländer Stockwerk für Stockwerk nach oben. Feuerwehrleute löschten die Flammen mit zwei C- Rohren binnen 15 Minuten. Drei Wohnungen waren völlig verqualmt, nachdem offensichtlich Mieter die Türen geöffnet hatten.

Im Lagezentrum der Berliner Feuerwehr hieß es, es hätte vermutlich keine Todesopfer und Schwerverletzten gegeben, wenn die Mieter die Wohnungstüren geschlossen gehalten und auf die Rettungskräfte gewartet hätten. „Dann hätten unsere Leute die Mieter mit Rettungshauben in Sicherheit gebracht“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Doch offensichtlich sei unter Hausbewohnern Panik ausgebrochen. Anstatt in der Wohnung zu bleiben, hätten sie versucht, sich durch das Treppenhaus in Sicherheit zu bringen.

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