Vermutlich ein krimineller Akt
Deutscher auf philippinischer Urlaubsinsel getötet

Ein Deutscher ist auf der philippinischen Urlaubsinsel Boracay tot aufgefunden worden. Auch zwei weitere ausländische Besucher des Deutschen und sein Hausmädchen sind nach Polizeiangaben getötet worden.

HB BORACAY. Die anderen Opfer seien ein Schweizer und ein Brite, teilte die Polizei am Dienstag mit. Auch das philippinische Hausmädchen des 69-jährigen Deutschen, der ein Haus auf Boracay besaß, sei getötet worden. „Unsere Ermittlungen konzentrieren sich auf einen Raubüberfall als mögliches Motiv“, erklärte die Polizei. Sie verhörte 25 Arbeiter, die sich zum Zeitpunkt der Tat am Wochenende Zugang zum Grundstück des Deutschen hatten.

„Es war vermutlich ein krimineller Akt“, teilte auch die deutsche Botschaft in Manila mit. Ein Bekannter des getöteten Deutschen hatte nach Polizeiangaben am Montag die vier Leichen in dem auf einem kleinen Hügel gelegenen Haus entdeckt. Der getötete Schweizer sei Gast in dem Haus gewesen, der 59-jährige Brite sei erst vor Kurzem auf Boracay angekommen. Der Schweizer sei ein führender Händler von zeitgenössischer chinesischer Kunst gewesen.

In dem Haus des Deutschen seien zwei Messer mit Blutspuren gefunden worden, teilte die Polizei mit. Die Täter hätten das Haus durchsucht, Schränke durchwühlt, Schubladen herausgerissen und Betten umgestürzt. Auf dem zum Haus gehörenden Gelände seien Männer mit Arbeiten im Garten und am Schwimmbecken beschäftigt gewesen. Sie seien die einzigen gewesen, die Zutritt zu dem abgelegenen Grundstück gehabt hätten.

Boracay ist eine der beliebtesten Ferieninseln auf den Philippinen und besonders bekannt für seine unberührten Strände, seine Tauchreviere und sein Nachtleben. Die Tourismus-Industrie auf den Philippinen ist in der Vergangenheit angesichts hoher Kriminalitätsraten und Aufständen moslemischer Extremisten in Mitleidenschaft gezogen worden. In die Schlagzeilen geraten waren die Philippinen auch im Jahr 2000, als Rebellen der Gruppe Abu Sayyaf unter anderem die deutsche Familie Wallert von einer malaysischen Insel auf die philippinische Insel Jolo verschleppt und dort über Monate festgehalten hatten.

Einige Länder haben Reisewarnungen für die Philippinen ausgesprochen. Das Auswärtige Amt rät Reisenden zur Vorsicht.

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