Vermutlich größter Geldraub der britischen Kriminalgeschichte: Millionenraub: Britische Polizei meldet erste Festnahmen

Vermutlich größter Geldraub der britischen Kriminalgeschichte
Millionenraub: Britische Polizei meldet erste Festnahmen

Beim größten Geldraub in der britischen Geschichte hat eine schwer bewaffnete Bande möglicherweise bis zu 50 Millionen Pfund (73,3 Millionen Euro) Beute gemacht.

HB LONDON. Das Geld wurde bei einem minutiös geplanten Überfall aus einem Bargeld-Depot in der Grafschaft Kent gestohlen. Auf der Suche nach den Tätern gab es am Donnerstagabend die ersten beiden Festnahmen. Gefahndet wird nach einer Bande von insgesamt sechs bis neun Tätern. Auf ihre Ergreifung wurden umgerechnet knapp drei Millionen Euro Belohnung ausgesetzt.

Die beiden Verdächtigen - ein 29 Jahre alter Mann und eine 31- jährige Frau - wurden im Großraum London festgenommen. Die Polizei ließ offen, was ihnen zur Last gelegt wird.

Zur Höhe der erbeuteten Summe hieß es, es seien „mindestens 20 Millionen Pfund“. „Es können aber auch 40 oder sogar 50 Millionen sein“, sagte der Polizei-Vize der Grafschaft Kent, Adrian Leppard. Der Überfall sei „mit militärischer Präzision“ geplant und ausgeführt worden. „Das ist organisierte Kriminalität auf höchstem Niveau.“

Die Bande hatte am Dienstagabend den Manager des Bargeld-Depots, dessen Frau und dessen achtjährigen Sohn in ihre Gewalt gebracht. Dabei gaben sie sich als Polizisten aus. Der Manager wurde von den falschen Polizeibeamten bei einer nachgestellten Verkehrskontrolle gestoppt, als er auf dem Heimweg war. Der Frau und dem Kind erzählten die falschen Polizisten, der Mann habe einen Verkehrsunfall gehabt, und verschleppten sie dann. Dann drohten sie mit ihrer Erschießung und zwangen den Mann, sein Wissen preiszugeben.

Anschließend räumte die Bande im Industriegebiet der Ortschaft Tonbridge ein Bargeld-Depot der Firma Securitas aus, wo für die Bank von England Geld in alten und neuen Scheinen gelagert war. Dazu fesselten sie insgesamt 15 Wachleute. Erst am Mittwochmorgen konnte einer von ihnen Alarm geben. Die Ermittlungen werden von einer Sonderkommission geführt, die eine Hundertschaft an Beamten umfasst. Geprüft wird auch, ob die Täter Komplizen in der Sicherheitsfirma hatten.

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