Verschollen

Fast 10.000 Menschen werden in Deutschland vermisst

Wenn Menschen verschwinden, sind sie meist spätestens nach einem Monat wieder da. Manche Angehörige warten aber Jahrzehnte vergeblich auf ihre Lieben. Die genaue Zahl der Vermissten ist fast fünfstellig.
Viele Menschen tauchen einfach wieder auf, meist nach einem Monat – allerdings nicht alle. Quelle: dpa
Vermisst

Viele Menschen tauchen einfach wieder auf, meist nach einem Monat – allerdings nicht alle.

(Foto: dpa)

WiesbadenWährend viele Menschen in Deutschland Weihnachten mit ihrer Familie feiern, müssen manche um vermisste Angehörige bangen. Das Bundeskriminalamt (BKA) sucht innerhalb Deutschlands nach rund 9780 Menschen. Knapp zwei Drittel von ihnen sind männlich. Das geht aus der Vermisstendatenbank des BKA in Wiesbaden hervor.

Die Zahlen sind vom 1. Oktober – an diesem Tag wurde die Datenbank zuletzt ausgewertet. Täglich löschen die Beamten zwischen 250 und 300 Fahndungen. Etwa genauso viele werden neu hinzugefügt. Insgesamt werden in der Datenbank beim BKA 11.711 Menschen geführt. Darunter sind auch Deutsche, die im Ausland verschwunden sind.

Am Stichtag im Oktober wurden in Deutschland 879 Kinder bis 13 Jahre vermisst. Unter den Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren waren es 5171. Minderjährige gelten als vermisst, wenn sie ihr gewohntes Umfeld verlassen haben und ihre Eltern nicht wissen, wo sie sind. In den vergangenen Jahren wurden nahezu alle dieser Fälle aufgeklärt. Offen bleibt nur ein kleiner Teil, beispielsweise Fälle von Kindesentziehungen durch ein Elternteil.

Fünf Tipps für die perfekte Geschäftsreise
Fliegen gehört zum Beruf
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Eine Boeing 737 startet vom Flughafen in Hannover: Vor allem Reisende ab 40 Jahren sitzen unterwegs zu viel. 84 Prozent geben an, Bewegung generell zu vernachlässigen. Dienstreisende Frauen haben dagegen Probleme, abzuschalten oder einzuschlafen, drei Viertel von ihnen kommen unterwegs nicht zur Ruhe. Bei Fernreisen kämpfen Frauen wie Männer außerdem mit der Zeitverschiebung und dem Klimawechsel. Das sind Ergebnisse der Studie "Chefsache Business Travel 2015" von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV).

Ungesundes Reisen
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Berufliche Reisen sind häufig mit einer ungesunden Lebensweise verbunden. Jeweils 82 Prozent der Geschäftsreisenden sagen, sie vernachlässigen sportliche Aktivitäten und arbeiten abends, statt zu entspannen. 79 Prozent trinken auf Geschäftsreisen eher Alkohol als sonst. Auch unregelmäßige oder ungesunde Ernährung und schlechter Schlaf sind Begleiter vieler Geschäftsreisender.

Ein Geschäftsreisender
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Vor allem Reisende ab 40 Jahren sitzen unterwegs zu viel. 84 Prozent geben an, Bewegung generell zu vernachlässigen. Dienstreisende Frauen haben dagegen Probleme, abzuschalten oder einzuschlafen, drei Viertel von ihnen kommen unterwegs nicht zur Ruhe. Bei Fernreisen kämpfen Frauen wie Männer außerdem mit der Zeitverschiebung und dem Klimawechsel.

Am Schalter
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„Gegen die Zeitverschiebung kann kein Chef etwas tun. Aber auch der hohe Stresslevel auf Geschäftsreisen hat gesundheitliche Folgen für die Mitarbeiter“, sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV. Das falsche Verkehrsmittel, ungünstige Umsteigezeiten und eine schlechte Internetverbindung gehören zu den großen Stressfaktoren. „Professionelle Reiseplanung kann lange Fahrzeiten und hektisches Umsteigen vermeiden“, meint Vorndran.

Hotel
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Gegen eine ungesunde Lebensweise auf Dienstreisen kann die umsichtige Auswahl der Partnerhotels helfen. Wenn die Unterkunft einen umfangreichen Sport- und Wellnessbereich hat oder das Hotelrestaurant über eine ausgewogene Küche verfügt, muss das nicht zwingend teurer sein, erhöht aber die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter. Immer mehr Hotels stellen sich auf die Bedürfnisse gestresster Geschäftsreisender ein. Fünf Tipps für den erholten Manager...

1. Tipp: Auf Bewegung achten
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Warum nicht für kurze Wege in der City einmal das Stadtrad an Stelle des Taxis nutzen? Immerhin 47 Prozent haben zumindest gelegentlich auf Geschäftsreisen schon ein Leihrad genutzt. Auch kurze Wege zu Fuß helfen, den Kopf frei zu bekommen. Am besten wäre natürlich regelmäßiges Joggingtraining.

2. Tipp: Blick auf's Smartphone verbieten
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Das Smartphone zur Kontrolle der Emaileingänge im Büro sollte auf Geschäftsreisen am Abend lieber aus bleiben. Mitarbeiter sollen Kontakte knüpfen anstatt an zwei Orten gleichzeitig sein zu wollen: Schließlich sind das bessere Kennenlernen der Geschäftspartner und persönliche Kontakte die Top-Gründe für Dienstreisen und für rund 90 Prozent wichtig.

Auch von den Fällen vermisster Erwachsener erledigen sich nach Angaben des BKA erfahrungsgemäß die Hälfte innerhalb einer Woche. Binnen eines Monats kann die Polizei rund 80 Prozent aufklären. Viele Menschen tauchen einfach wieder auf. Nur rund drei Prozent bleiben länger als ein Jahr verschwunden. Ihre Namen führt das BKA für 30 Jahre in der seit 1992 bestehenden Datenbank.

Vermisste Menschen können auch für tot erklärt werden. Diese Erklärung ist in Deutschland nach dem Verschollenheitsgesetz für Angehörige etwa erforderlich, um eine Lebensversicherung ausbezahlt zu bekommen oder ein Erbe antreten zu können. Laut Gesetz kann ein Vermisster nach zehn Jahren für tot erklärt werden. Kürzer ist die Frist, wenn jemand nach Gefahrensituationen verschollen ist.

  • dpa
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