Verschollene Boeing: Iraner mit gestohlenem Pass wollte zur Mutter nach Hamburg

Verschollene Boeing
Iraner mit gestohlenem Pass wollte zur Mutter nach Hamburg

Der junge Iraner, der mit einem gestohlenen Pass an Bord der unauffindbaren Malaysia-Airlines-Maschine war, wollte nach Hamburg. Das berichtet das NDR Fernsehen. Deutsche Ermittler vermuten einen kriminellen Hintergrund.
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HamburgDer 19-jährige Iraner mit gestohlenem Pass an Bord der verschollenen Malaysia-Airlines-Maschine wollte nach Informationen des NDR Fernsehens nach Hamburg und nicht nach Frankfurt. Wie das Politikmagazin „Panorama 3“ am Freitag mitteilte, lebt die Mutter des Iraners seit 2012 in der Hansestadt und befindet sich in einem Asylverfahren.

Sie habe einen Nervenzusammenbruch erlitten und halte sich bei Freunden auf. Der 19-Jährige hatte bei Flug MH370 mit einem in Thailand gestohlenen österreichischen Pass eingecheckt. Das Flugzeug verschwand am vergangenen Samstag in Südostasien auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking.

Mit einem anderen Iraner, der einen gestohlenen italienischen Pass benutzte, habe er vor dem Flug bei einem Schulfreund in Kuala Lumpur übernachtet, teilte der NDR mit. Das Magazin zitierte den Freund mit der Information, dass der 19-Jährige zu seiner Mutter gewollt habe, „um bei ihr in Deutschland zu leben“.

Am Dienstag hatte sich laut malaysischen Behörden der Terrorverdacht gegen die beiden Männer zerschlagen. Über den 19-Jährigen hatten die Ermittler in Kuala Lumpur gesagt, er habe eine Reise von Kuala Lumpur über Peking und Amsterdam nach Frankfurt gebucht. Der NDR fand nun heraus, dass er von Frankfurt weiter nach Hamburg wollte.

Aus deutschen Ermittlerkreisen heißt es demnach, „sowohl die Route als auch die Fluggesellschaft seien dafür bekannt, von Schleusern für iranische Flüchtlinge genutzt zu werden“.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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