Verschollenes Flugzeug
MH370-Angehörige gegen Todeserklärung

Noch immer ist der Malaysia-Airlines-Flug MH370 verschollen, nun erklärten die Behörden alle 237 Passagiere für tot. 100 chinesische Familien wollen das so nicht akzeptieren – und wehren sich nun.
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Kuala LumpurEtwa 100 chinesische Familien von Passagieren auf dem verschollenen Malaysia-Airlines-Flug MH370 wehren sich dagegen, dass ihre Angehörigen für tot erklärt worden sind. „Wir akzeptieren das nicht“, sagte Zhang Qian, Ehefrau eines Opfers, am Freitag. „Stattdessen fordern wir, dass die Erklärung zurückgezogen wird.“

Die Behörden hatten das immer noch ungeklärte Verschwinden des Flugzeugs am Donnerstag offiziell zum Unglück und alle 239 Menschen an Bord für tot erklärt. Dies soll den Weg für Entschädigungszahlungen frei machen. Das Flugzeug war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschollen. Es wird im Indischen Ozean vermutet. Bislang wurden aber keine Trümmerteile gefunden. Es soll weiter gesucht werden.

Eine Gruppe von 110 Angehörigen hatte sich schon vor der offiziellen Bekanntgabe darauf geeinigt, dass man es nicht akzeptieren wolle, wenn die Passagiere für tot erklärt werden. „Wir fordern nicht nur, dass die malaysische Regierung die Erklärung zurücknimmt, sondern auch, dass sie eine Entschuldigung veröffentlicht“, sagte Jiang Hui, die Mutter eines vermissten Passagiers. „Das ist der Wunsch der Mehrheit der Familien.“

Die Tatsache, dass sie nun Entschädigungen beantragen können, ist manchen Familien offenbar weniger wichtig. „Ich habe das Gefühl, dass wir alles aufgeben, wenn wir anfangen, über Entschädigung zu sprechen“, sagte Zhang. „Wir brauchen keine Kompensation. Und wir wären mehr als glücklich, keinen Cent zu fordern, wenn mein Mann zu mir zurück käme.“

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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