Verschwundene Boeing 777: Wie die Suche nach dem iPhone in der Wüste

Verschwundene Boeing 777
Wie die Suche nach dem iPhone in der Wüste

Während es über die Passagiere neue Erkenntnisse gibt, fehlt vom Flug MH370 weiterhin jede Spur. Ein Absturz bleibt die wahrscheinlichste Ursache. Doch was viele nicht wissen: Ein Flugzeug wird nicht lückenlos überwacht.
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Kuala Lumpur/DüsseldorfMal wurde aus der Luft eine aufblasbare Flugzeug-Rettungsinsel gesichtet, dann ein Flugzeugfenster oder auch ein Ölteppich. Doch nach mehr als drei Tagen ist der einzige Fakt weiterhin: Von der Boeing 777-200 der Malaysia Airways fehlt jede Spur. Flug Nummer MH370 bleibt verschollen.

Während die Suche auf Hochtouren weiterläuft, gab es am Dienstag neue Details zu möglichen Hintergründen. Bei einem verdächtigen Passagier, der mit einem gestohlenen österreichischen Pass reiste, soll es sich um einen 19-jährigen Iraner handeln. Der junge Mann wollte offenbar nach Deutschland fliegen und hierzulande Asyl beantragen. Seine Mutter habe ihn in Frankfurt erwartet, teilte die malaysische Polizei mit.

Ein anderer Iraner soll mit dem gestohlenen Ausweis eines Italieners auf dem Weg nach Schweden gewesen sein, berichtete die schwedische Zeitung „Aftonbladet“. Die Reise sei von Menschenschmugglern organisiert worden, sagte ein entfernter Verwandter. So vage die Berichterstattung bleibt, eins kann jedoch festgehalten werden: Der Verdacht auf einen terroristischen Anschlag erhärtet sich dadurch nicht.

Doch wie es ist möglich, dass das Flugzeug trotz intensiver Suche immer noch nicht gefunden wurde?

In der heutigen Zeit, in der theoretisch jeder mit seinem Smartphone geortet werden kann, verwundert dies besonders. Doch was viele nicht wissen: Ein Flugzeug wird nicht lückenlos überwacht. Die Radarüberwachung reicht teilweise nur rund 100 bis 150 Meilen vor die Küste.

Zusätzlich gebe es „bordeigene Systeme, die permanent Standort und Flughöhe an die Flugsicherung übertragen. Das funktioniert aber nur bis zu einem Abstand von etwa 370 Kilometern“, erklärt Jörg Handwerg, Sprecher der Pilotengewerkschaft Cockpit und selbst Pilot, im Interview mit „Tagesschau.de“. An festgelegten Meldepunkten geben die Piloten dann, teils manuell, die Position per Satellit an die Flugsicherung durch. Im Südatlantik könnte es beispielsweise „bis zu einer Stunde und 15 Minuten bis zum nächsten Kontakt dauern“, sagt Handwerg.

Die meisten Flugzeuge haben zwar auch GPS an Bord. Aber so viele Kilometer entfernt vor der Küste hat kein Handy Empfang – und auch ein Flugzeug nicht. Es sei ein wenig so wie bei einem iPhone in der Mojave-Wüste, schrieb das Technik-Magazin „Wired“: „Dein GPS wird Dir sagen wo Du bist, aber Du kannst die Funktion "Find my Phone" nicht nutzen, weil Du kein Handynetz hast.“

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Notfall-Sendesysteme haben einen Monat Batterien

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  • Bei Wikipedia steht z.B.:

    "Ein Satellitentelefon stellt eine Verbindung für Sprache oder Daten für die Satellitenkommunikation in beide Richtungen bereit. Die Verbindung zum Endgerät (Telefon, "Handy") erfolgt dabei über Funk direkt zu einem Satelliten. So können theoretisch überall auf der Welt und sogar in Gebieten ohne terrestrische Mobilfunkversorgung Anrufe getätigt werden. Der Satellit leitet den ankommenden Ruf an eine Erdfunkstelle weiter, welche das Gespräch in das öffentliche Telefonnetz einspeist."

    Es kann doch nicht so schwer sein, dieses Prinzip für ein Crashsystem mit Ortung zu verwenden.

  • Wenn man Handys anrufen kann, kann man sie auch orten.

    So schlau wird die Fluggesellschaft aber auch wohl sein...

  • Hatte ich vergessen:

    http://news.yahoo.com/search-widened-malaysia-air-probe-finds-scant-evidence-052356192--sector.html

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