Verseuchte Gewürzmittel aus Brasilien und Spanien importiert
Ungarn verbietet Verkauf von Paprikapulver wegen Giftgefahr

Ausgerechnet in Ungarn darf von Donnerstag an kein Paprikapulver mehr verkauft werden. Das Gesundheitsministerium in Budapest warnt vor dem Verzehr des Gewürzes, da bei drei ungarischen Paprika-Produzenten Keime des giftigen Pilzes Aflatoxin gefunden wurden.

HB BUDAPEST. Ausgerechnet in Ungarn, dem Land von Gulasch und anderen pikanten Speisen, darf von Donnerstag an kein Paprikapulver mehr verkauft werden. Es bestehe die Gefahr, dass die Verbraucher sich mit giftigen Pilzkeimen infizieren, berichtete der ungarische Rundfunk unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Budapest. Die Behörde empfahl der Bevölkerung zudem, auch das bereits in den Haushalten vorhandene Paprikapulver bis auf weiteres nicht mehr zu benutzen.

Zuvor hatten staatliche Verbraucherschützer bei drei ungarischen Paprika-Produzenten Keime des giftigen Pilzes Aflatoxin gefunden, in einer Konzentration, die um 10 bis 15 Prozent höher liege als erlaubt. Die Hersteller hätten verseuchtes Paprikapulver, das aus Brasilien und Spanien importiert worden war, mit dem Gewürzmittel aus eigener Produktion vermischt, weil die Rohstoffe ungarischer Herkunft in diesem Jahr zu knapp gewesen seien. Die gesundheitspolizeilichen Überprüfung würden fortgesetzt, hieß es.

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