Versteigerung verläuft enttäuschend
Harry Potters Haus will niemand haben

Harry Potters Haus will niemand haben. Bei einer Versteigerung in London wurde das Mindestgebot von umgerechnet 420 000 € für das Haus nicht erreicht, in dem der Film-Harry seine eher traurige Kindheit verbracht hat.

HB/dpa LONDON. Möglicherweise liegt das am schlechten Image des Eigenheims von Harrys spießigen Pflege-Eltern Vernon und Petunia Dursley mit der fiktiven Adresse Ligusterweg vier (im englischen Original: No vier Privet Drive). Denn es wurde durch die Harry-Potter-Filme weltweit zum Symbol eintöniger Vorstadt- Siedlungen.

Für das Haus von Sandra Smith, Drehort für die Filme um den Zauberlehrling, wurden am Dienstagabend lediglich 374 000 € geboten - Makler hatten den Preis zuvor sogar noch niedriger geschätzt. Der Bieter, Saeed Roshan (32), sagte der „Sun“: „Ich wusste nicht einmal, wer Harry Potter ist. Ich mochte das Haus einfach.“

Die richtige Adresse des „08/15“-Einfamilienhauses ist Picket Post Close Nr. zwölf in Bracknell westlich von London. Die Hollywood-Firma Warner Brothers hatte es vor vier Jahren als Drehort ausgesucht, ohne dass sich Smith darum beworben hatte. Die Sekretärin vermietete es aber nur zu gern, weil sie es nervt, dass regelmäßig Schulkinder vor den Fenstern stehen und hineinspähen, obwohl das Innere bei den Dreharbeiten nicht genutzt worden ist. Das 1993 errichtete zweistöckige Einfamilienhaus mit penibel gemähtem Rasen nach Süden hat sogar einen Schrank unter der Treppe: Im Buch und Film ist Harry dort eingesperrt.

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