Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz
Die Affäre Friedman

Der bisherige Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Michel Friedman, hat nach dem Geständnis des Kokain- Konsums am Dienstag alle öffentlichen Ämter niedergelegt.

HB/dpa BERLIN.11. Juni: Ermittler der Berliner Staatsanwaltschaft durchsuchen Friedmans Wohnung und seine Rechtsanwaltskanzlei in Frankfurt/Main. Gegen den Moderator wird ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Am Abend tritt er zu seiner ARD-Talkshow „Friedman“ vor die Kameras. Danach erleidet er nach unbestätigten Berichten einen Nervenzusammenbruch.

12. Juni: Friedman lässt die Moderation seiner Talkshow im Hessischen Rundfunk „bis zur Klärung der Vorwürfe“ ruhen. Zentralratspräsident Paul Spiegel nennt die Ermittlungen Friedmans „Privatangelegenheit“.

13. Juni:

Die Berliner Staatsanwalt gibt bekannt, dass drei „szeneüblichen Tütchen“, die in Friedmans Wohnung gefunden wurden, Kokainspurenaufweisen. Friedmans Anwalt Eckart Hild lehnt eine Vernehmung seines Mandanten bis zur Akteneinsicht ab.

18. Juni: Friedmans Anwalt reicht Beschwerde gegen die Ermittlungen ein. Er spricht von einer „öffentlichen Hinrichtung“ des Moderators. 19. Juni: Die Berliner Justiz verhängt eine Informationssperre im Fall Friedman.

27. Juni: Friedmans Lebensgefährtin, die TV-Moderatorin Bärbel Schäfer, geht auf Distanz zu ihrem Partner. Sie müsse mit dem Fall „erst einmal fertig werden“, sagt sie der „Bild“-Zeitung.

8. Juli: Friedman tritt erstmals nach Beginn der Affäre vor die Medien. Er kündigt an, alle öffentlichen Ämter niederzulegen. Gleichzeitig akzeptiert er einen Strafbefehl wegen illegalen Kokainbesitzes in Höhe von 17 400 Euro.

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