Vertreter der religiösen Rechten verlangen neue Maßnahmen
Komapatientin soll nach ihrem Tod obduziert werden

Der Ehemann der US-Komapatientin Terri Schiavo will nach ihrem Tod mit einer Autopsie die Schwere ihrer Hirnschäden nachweisen.

HB WASHINGTON. Die Obduktion werde auf Wunsch des Ehemannes erfolgen, teilte dessen Anwalt George Felos am Montag in Florida mit. Michael Schiavo wolle damit von der Gegenseite gestreute Gerüchte über sein Motiv für die Absicht ausräumen, seine Frau verbrennen und nicht beerdigen zu lassen, erklärte der Rechtsvertreter.

Felos hatte zuvor die 41-Jährige, die nunmehr seit elf Tagen nicht mehr ernährt wird, an ihrem Sterbebett in Pinellas Park besucht. Er beschrieb ihren Zustand als weiterhin „friedlich“, bestätigte aber zugleich, dass ihre Augen zunehmend eingesunken seien und ihre Atmung sich beschleunigt habe. Es gebe aber keine Anzeichen für „körperliches Unwohlsein“.

Zuvor hatte der Vater der Kranken, Bob Schindler, ebenfalls nach einem Besuch erklärt, der Zustand seiner Tochter verschlechtere sich zusehends, aber sie habe ihren Lebenswillen noch nicht verloren. Sie „kämpfe wie verrückt“ gegen das Sterben, schilderte Schindler. „Sie fleht um Hilfe.“ Es sei immer noch nicht zu spät, seine Tochter zu retten. Schindler äußerte zugleich die Befürchtung, die Betreuer im Hospiz könnten der Kranken eine Überdosis von Morphium verabreichen, um ihren Tod zu beschleunigen. Die Leitung der Pflegeeinrichtung wies dies entschieden zurück.

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