Viele Flüge abgesagt und verschoben
Computerpanne legt britische Flughäfen lahm

Auf den britischen Flughäfen ist am Donnerstagmorgen für mehrere Stunden gar nichts mehr gegangen. Ein Zentralcomputer der Flugüberwachungsstelle war zuvor kollabiert. Mittlerweile laufen alle Systeme wieder.

HB LONDON. Zeitweise wurden fast alle Starts auf unbestimmte Zeit verschoben. Nachdem das Problem im Zentralcomputer der Nationalen Flugüberwachung behoben war, kam der Flugverkehr am Vormittag langsam wieder in Gang. Allerdings mussten Zehntausende Passagiere im ganzen Land zwei- bis dreistündige Verspätungen in Kauf nehmen. Auch der größte Flughafen Europas, London-Heathrow, meldete „ernsthafte Probleme“.

Wo das Computerproblem genau lag, war am Vormittag noch unklar. Adrian Yalland, Sprecher der Nationalen Flugüberwachung, erläuterte: „Der Grund, warum die Maschinen am Boden bleiben mussten, war, dass es alles noch verkompliziert hätte, wenn wir sie in die Luft gelassen hätten.“ Die Flugüberwachung habe angesichts des Computerausfalls schon genug damit zu tun gehabt, die Maschinen im Auge zu behalten, die sowieso schon in der Luft gewesen seien. Die meisten Landungen konnten planmäßig ablaufen.

Das 18 Monate alte zentrale Computersystem der privatisierten Flugüberwachung wird in den britischen Medien als eines der modernsten der Welt beschrieben. Es war jedoch von Anfang an umstritten. Experten verwiesen am Donnerstag darauf, wenn es noch mehrere Überwachungszentren gäbe, hätte sich das Problem nicht sofort auf das ganze Land auswirken müssen.

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