Aus aller Welt
Viele Tote bei Gasexplosion in Mülhausen

Bis zu 19 Menschen sind bei der folgenschwersten Gasexplosion in einem Wohnhaus in Frankreich seit drei Jahrzehnten in Mülhausen ums Leben gekommen. 15 Opfer wurden tot aus den Trümmern geborgen, für vier Vermisste bestand am Montagnachmittag nur noch wenig Hoffnung, teilte die Feuerwehr der elsässischen Stadt mit.

HB MÜLHAUSEN. Außerdem wurden 15 Bewohner des fast völlig eingestürzten Sozialbaus leicht verletzt. Im unteren Hausteil ausströmendes Gas soll die Explosion, die das umliegende Viertel am späten Sonntagnachmittag erschüttert hatte, ausgelöst haben

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Etwa 100 Feuerwehrleute hatten mit ihren Suchhunden die ganze Nacht über in den Trümmern des Hauses nach den vermissten Bewohnern gegraben. Sie bargen acht Leichen. Die Helfer holten im Laufe des Tages mit größter Vorsicht weitere Opfer nach und nach aus den Schuttbergen. Spezialisten einer Abrissgesellschaft sicherten unterdessen das bis auf zwei Etagen eingestürzte Gebäude. Die Umgebung des Hauses wurde aus Sicherheitsgründen abgeriegelt.

„Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung ist es wenig wahrscheinlich, dass wir noch Überlebende finden, auch wenn man immer noch hoffen will“, sagten Feuerwehrleute. Bei den 15 Toten handelt es sich um 11 Männer und 4 Frauen im Alter von 15 bis 65 Jahren. Der französische Präsident Jacques Chirac schickte eine Beileidsbotschaft an die Angehörigen

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Zeugen berichteten, sie hätten am Sonntag gegen 17.00 Uhr kurz hintereinander zwei Explosionen gehört. Deren Druckwellen beschädigten die Fenster in zwei benachbarten Häusern des sozialen Wohnungsbaus. Diese angrenzenden Gebäude wurden dann vorsorglich evakuiert. „Das betroffene Wohnhaus war aber nicht baufällig, sondern in einem gutem Zustand“, sagte der Bürgermeister von Mülhausen, Jean- Marie Bockel. Das 1964 gebaute Haus sei kürzlich renoviert worden, ergänzte er.

In dem Gebäude mit zehn Wohnungen lebten etwa 30 Menschen. Ein Leck an einer Gasleitung im Erdgeschoss oder im ersten Stock könnte die Explosion ausgelöst haben. Ob ein technischer Defekt oder aber menschliches Versagen verantwortlich ist, muss nach den Angaben erst ermittelt werden. „Wir wissen noch nicht, was passiert ist, und jetzt hat erst einmal die Bergung der Toten Vorrang“, sagten Experten der Polizei, die den genauen Ablauf des Unfalls noch klären müssen.

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