Virus
Forscher kommen Schweinegrippe-Virus näher

Während sich die Schweinegrippe weiter ausbreitet, kommen Forscher den Eigenschaften des neuartigen Virus immer besser auf die Spur. Das Robert-Koch-Institut meldete am Dienstag die Entwicklung zweier Tests, mit denen die Risiken besser einzuschätzen sein sollen.

HB BERLIN/MüNCHEN. Sie dienen dazu, das neue Influenza-Virus A/H1N1 auch dann zu entdecken, wenn es keine Symptome gab oder sie bereits abgeklungen sind, wie das Bundesinstitut mitteilte. Nachgewiesen werden Antikörper im Blutserum, die noch Monate oder Jahre später vorhanden sind.

Mit diesen Tests würden Studien zur Infektionsrate, zum Anteil schwerer Erkrankungen, zur Übertragung und anderen wichtigen Viruseigenschaften möglich. „Dadurch können wir die mögliche Verbreitung besser abschätzen und Präventionsstrategien gezielt weiterentwickeln“, erklärte RKI-Chef Jörg Hacker. Entsprechende Studien seien bereits vorbereitet.

Aus Bayern wurde unterdessen ein neuer Fall von Schweinegrippe gemeldet: Ein 17-jähriger Schüler aus dem Landkreis Starnberg ist daran erkrankt. Offenbar habe er sich in einem englischen Internat mit dem Virus vom Typ A/H1N1 angesteckt, erklärte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Der Jugendliche, der derzeit seine Familie in Bayern besuche, sei bereits auf dem Weg der Besserung. Der 17-Jährige und enge Kontaktpersonen würden zu Hause isoliert.

Es handelt sich um den 33. bestätigten Schweinegrippefall in Deutschland. Allein am Pfingstwochenende waren bundesweit neun weitere Fälle bekanntgeworden: drei Personen in Hessen, zwei Männer in Nordrhein-Westfalen, einer in Thüringen, einer in Sachsen, ein vierjähriger Junge in Niedersachsen und eine Frau in Baden-Württemberg. Weltweit haben sich inzwischen mehr als 13 000 Menschen angesteckt, die Zahl der Todesfälle liegt bei über 100.

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