Vogelgrippe erstmals auch in der Golf-Region
Junge in Thailand positiv auf Vogelgrippe getestet

Erstmals ist der Vogelgrippe-Virus auch in der Golf-Region nachgewiesen worden. Auch ein weiterer Mensch ist infiziert: In Thailand wurde ein kleiner Junge positiv auf H5N1 getestet. Die Angst wächst, dass der Virus auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

HB BANGKOK/KUWAIT-STADT/PEKING. Ein kleiner thailändischer Junge ist nach Behördenangaben positiv auf das Vogelgrippe-Virus H5N1 getestet worden. Der Einjährige aus Bangkok habe sich das Virus wahrscheinlich beim Spielen mit Hühnern geholt, sagte der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Paijit Warachit am Samstag. Die Tiere seien später an der Vogelgrippe gestorben. Die Großmutter des Jungen stehe unter Beobachtung.

Das Virus hat seit seinem Ausbruch 2003 in Thailand 13 Menschen getötet. In ganz Asien kostete das H5N1-Virus bislang 64 Menschen das Leben. Experten befürchten, dass es durch Veränderungen auch die Fähigkeit erlangt, so leicht wie eine Grippe von Mensch zu Mensch zu springen. In diesem Fall rechnen sie mit einer Pandemie und Millionen Toten weltweit.

Einer der beiden Vögel in Kuwait sei mit dem auch für Menschen gefährlichen Virus H5N1 infiziert gewesen, der andere hatte das weniger aggressive Virus H5N2. Unterdessen wurde in einer weiteren Provinz Chinas der H5N1-Erreger nachgewiesen. Das gab das chinesische Landwirtschaftsministerium am Samstag bekannt. Es ist bereits der achte gemeldete Ausbruch seit einem Monat

.

Der Vorsitzende der kuwaitischen Landwirtschaftsorganisation PAAFR, Sheikh Fahed Salem al-Ali al-Sabah, sagte der Nachrichtenagentur am Freitag, dass die infizierten Vögel bereits zu Monatsbeginn gefunden worden waren. Einer von ihnen sei ein importiertes Tier gewesen, das über den Flughafen eingeführt worden sei, der andere ein Flamingo aus einem Touristengebiet an der Südostküste. Bei diesem Flamingo sei das auch für Menschen gefährliche H5N1-Virus nachgewiesen worden. Sheikh Fahed kündigte eine umfassende Überwachung an. Die Regierung werde einen Ausschuss zur Untersuchung der Vogelgrippe einsetzen. Zugvögel sollten überwacht werden, die Einfuhr von Vögeln werde verboten.

Die Anfang November in China gemeldeten Fälle von Vogelgrippe wurden inzwischen bestätigt. 31 000 Vögel wurden in mehreren Dörfern der zentralen Provinz Hubei getötet, nachdem etwa 2500 Tiere auf Geflügelhöfen an Vogelgrippe verendet waren, berichtete das Ministerium am Samstag auf seiner Website.

Wissenschaftler befürchten, dass das H5N1-Virus mutieren könnte, so dass das Virus dann auch von Mensch zu Mensch weitergegeben werden könnte. Bisher infizierten sich Menschen nur über den direkten Kontakt mit Geflügel. Seit das H5N1-Virus zum ersten Mal 1997 in Hongkong auftrat, starben in Asien mehr als 60 Menschen an der Krankheit.

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