Vogelgrippe
Weiterer Importstopp für Geflügel aus Rumänien

Nach den ersten Fällen von Vogelgrippe in Rumänien hat Ungarn ein Importstopp für Geflügel aus dem Nachbarland verhängt. Damit folge Ungarn anderen EU-Ländern wie Österreich und Polen. Für Deutschland sah die Bundesregierung keine unmittelbare Gefahr.

HB BUDAPEST. Am Montag sollen Vertreter der ungarischen Gesundheitsbehörden zusammenkommen, um über weitere Maßnahmen zu beraten. In Rumänien waren im Donau-Delta am Schwarzen Meer einheimische Enten positiv auf die bislang vor allem in Asien grassierende Vogelgrippe getestet worden.

Die Behörden töteten daraufhin Hunderte Vögel und setzten die betroffenen Gebiete unter Quarantäne, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Auch die Türkei meldete am Wochenende im Westen des Landes erste Fälle von Vogelgrippe und schlachtete Tausende Tiere.

Unklar blieb, ob es sich bei den in Rumänien und der Türkei festgestellten Erregern um den auch für Menschen gefährlichen Virusstamm H5N1 handelt. Im Fall von Rumänien wäre dies die erste Infektion in Europa. Nach Einschätzung der EU-Kommission handelt es sich in beiden Ländern um verschiedene Erreger-Typen. In Asien sind bislang mehr als 60 Menschen nach einer Infizierung mit H5N1 gestorben.

Das Virus wird bisher von einem Tier auf den Menschen übertragen. Sollte er so mutieren, dass es direkt von Mensch zu Mensch verbreitet werden kann, könnte dies eine weltweite Epidemie auslösen. Die Vereinten Nationen hatten kürzlich davor gewarnt, dass in diesem Fall das Leben von bis zu 150 Millionen Menschen bedroht werden könne.

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