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Von Piraten entführt: Zwei Mitglieder von gekapertem Schiff sind frei

Zwei Besatzungsmitglieder des von Piraten gekaperten Schiffs der Bremer Reederei Beluga sind wieder frei. Die beiden Männer hatten viel Glück. Sie trieben im Indischen Ozean an Bord eines Schlauchbootes.

Der Frachter Beluga Nomination. Quelle: dpa
Der Frachter Beluga Nomination. Quelle: dpa

HB BREMEN. Zwei Besatzungsmitglieder des entführten Schiffs der Bremer Reederei Beluga sind wieder frei. Sie wurden im Indischen Ozean in einem Schlauchboot von einem dänischen NATO-Schiff aufgegriffen, wie Radio Bremen am Freitagabend berichtete. Das hätten deutsche Sicherheitskreise bestätigt. Offenbar habe es an Bord der „Beluga Nomination“ eine Auseinandersetzung gegeben.

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Die Reederei wurde am Abend durch den Kommandanten des dänischen Kriegsschiffs „Esbern Snare“ darüber informiert, dass das Rettungsboot des MS „Beluga Nomination“ im Indischen Ozean etwa 300 Seemeilen von der somalischen Küste entfernt geortet und sicher geborgen werden konnte, teilte die Reederei mit. Den zwei Seeleuten, die im Rettungsboot auf Hilfe gewartet hatten, gehe es den Umständen entsprechend gut. Sie würden zunächst an Bord der dänischen Fregatte betreut und versorgt.

Über den Verbleib der weiteren zehn Besatzungsmitglieder des MS „Beluga Nomination“ sei derzeit nichts weiter bekannt. „Wir freuen uns über die Rettung der beiden Seeleute und wünschen uns inständig, dass alle unsere Kollegen auf See wohlauf sind und gesund die noch andauernde Krisensituation überstehen. An der Lösung des aktuellen Falles arbeiten wir mit Hochdruck“, erklärte die Reederei. Das Gebiet liegt nach Reedereiangaben fernab der Hochrisikozone am Horn von Afrika.

Die „Beluga Nomination“ wurde am vergangenen Samstag im Indischen Ozean angegriffen. Seit dem ist sie in der Hand von Piraten. An Bord waren zwölf Besatzungsmitglieder. Die Crew hatte vergeblich auf militärische Hilfe gehofft.Die „Beluga Nomination“ ist 132 Meter lang und fährt unter der Flagge des Karibikstaates Antigua und Barbuda. Sie war auf dem Weg von Malta über die Seychellen und Indien ins südkoreanische Masan. Die Reederei investiert nach eigenen Angaben mehrere Millionen Euro im Jahr in die Sicherheitsausstattung der Flotte, steigende Versicherungssummen und das Training der Crew.

  • 29.01.2011, 07:08 UhrAnonymer Benutzer: Wolfgang Press

    Da werden immer noch Schiffe gekapert und was tut man in berlin machen? Man streitet sich über Zuständigkeiten. Da darf man wohl die Frage stellen, ob man es in berlin noch mit normalen verantwortungsbewußten Personen zu tun hat.

    Für mich stellt sich daher die Frage, wie will Merkel den freien Handel umsetzen, wenn dieser von Piraten torpediert wird? Warum kann man das Schiff samt besatzung nicht aus deren Hand befreien und warum werden die weit drausen operrierenden Mutterschiffe der Piraten nicht versenkt? Da muß endlich hart durchgegriffen werden, auch wenn den den Gutmenschen, bedenkenträgern und Verhinderern, von denen es viel zu viele gibt, nicht gefällt. Ggf. müssen die Schiffe und deren besatzung in die Lage versetzt werden dass sie sich gegen solche Angriffe wehren können, sprich die Schiffe müssen mit entsprechend schweren Waffen ausgerüstet werden. Die meisten Seeleute waren bestimmt beim Militär und werden folglich damit umgehen können.

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