Von Schiffsschraube getroffen
Toter Wal im Hamburger Hafen

Ein von einer Schiffsschraube schwer zugerichteter toter Finnwal ist am Dienstag aus dem Hamburger Hafen gehievt worden. Der mindestens 12 Meter lange und 13,3 Tonnen schwere Kadaver war am Morgen im Wasser treibend aufgetaucht.

HB HAMBURG. Der Wal muss nach Angaben der Feuerwehr schon vor längerer Zeit verendet sein, denn der Körper war bereits teilweise verwest. An der Fundstelle am Bremer Kai roch es entsprechend faulig. Den Verletzungen nach muss das männliche Jungtier mit einem Schiff kollidiert und in die Schiffsschraube geraten sein.

Am Nachmittag hob ein Kran den Kadaver aus dem Wasser. Taucher hatten zuvor eine Art Korb unter den Körper gebracht, an dem eine Stahltrosse befestigt werden konnte. Das Tier sollte mit einem Lastwagen abtransportiert werden, sagte Feuerwehrsprecher Peter Braun. Für die Entsorgung des toten Wals sei die Umweltbehörde zuständig. Wie das große Tier in den Hafen gelangen konnte, war zunächst unklar. Finnwale gelten als scheu und meiden nach Möglichkeit Küstengewässer. Wegen des starken Flutstroms der Elbe ist es möglich, dass der Kadaver über viele Kilometer tot in Richtung Hamburg getrieben wurde.

An den Nord- und Ostseeküsten stranden immer wieder große Wale. Zuletzt wurde im Juli in der Ostsee erstmals seit zwei Jahrzehnten ein Buckelwal gesichtet. Das tote, sieben Meter lange Tier war nahe Wismar angespült worden. Im Januar 2002 strandeten drei elf Meter lange Pottwale auf einer Sandbank im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor Friedrichskoog. Insgesamt 20 Pottwal-Kadaver lockten im Dezember 1997 zahlreiche Schaulustige an die dänische, deutsche und holländische Nordseeküste.

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