Von Waldmünchen in Vatikan
Ein bayerischer Christbaum für den Papst

Eine Fichte aus dem Bayerischen Wald soll zur Weihnachtszeit den Petersplatz zieren. Der Vatikan hat sich für den Baum aus Waldmünchen entschieden. Der Christbaum hat aber noch einen weiten Weg vor sich.
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Rom/WaldmünchenDer Papst bekommt dieses Jahr einen Christbaum aus Bayern. Die 25 Meter hohe Fichte für den Petersplatz stamme aus der Umgebung von Waldmünchen und sei seit Monaten in der engeren Wahl gewesen, sagte der Vorstand des Festspielvereins Trenckfestspiele, Alois Frank, der dpa. Der Standort des Baumes tief im Bayerischen Wald werde aber vorsichtshalber geheim gehalten – „damit er uns nicht kaputt gemacht wird“.

Waldmünchen liegt an der tschechischen Grenze, wo früher der „Eiserne Vorhang“ Europa teilte. „Jetzt nach der Öffnung der Grenzen sind wir in der Mitte Europas“, meinte Frank. „Das ist unser Motto: Wir bringen aus der Mitte Europas den Weihnachtsbaum in die Mitte der Christenheit.“

Seit 1982 wird auf dem Petersplatz ein Christbaum aufgestellt, jedes Jahr stammt er aus einem anderen Land. Papst Johannes Paul II. hatte den Brauch eingeführt. Waldmünchen hat die Ehre nun schon zum zweiten Mal nach 1984. „Damals hat uns Kardinal Joseph Ratzinger begleitet und unterstützt“, sagte Frank. „Wir hätten uns gefreut, wenn wir Papst Benedikt den Baum hätten übergeben können, aber wir freuen uns natürlich auch, ihn an den Papst Franziskus übergeben zu dürfen.“

Der Verein Trenckfestspiele habe für seinen zweiten Baum ursprünglich 2014 angepeilt - das 30. Jubiläum der erste Baumgabe. Doch dann kam die Nachricht aus Rom: Es wird schon 2013.

Schnell geht in Sachen Christbaum und Vatikan nichts. „Wir haben uns schon vor sieben Jahren beworben“, erzählte Frank. Auch die Auswahl des Baumes zog sich hin. „Wir suchen schon seit dem Frühjahr.“

Der Transport wird ebenfalls dauern: Das schätzungsweise sieben Tonnen schwere Exemplar soll am 2. Dezember seine 1200 Kilometer lange Reise nach Rom antreten – dafür sind vier Tage geplant. Der Transport soll nämlich am 6. Dezember morgens gegen vier Uhr vor Beginn des chaotischen Berufsverkehrs ankommen. Zudem kann der Konvoi maximal 60 Stundenkilometer fahren, wie Frank sagt. In Österreich dürfe er nur tagsüber unterwegs ein, in Italien nur bei Nacht - und bei Nebel gar nicht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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