Vor den Neujahrsfeiern
Mehrere Tote durch Feuerwerksbrände

An mehreren Orten auf der ganzen Welt haben Feuerwerkskörper Brände ausgelöst. Bei einem Großbrand auf den Philippinen kamen mindestens 24 Menschen ums Leben, weitere sieben Todesopfer waren in Venezuela zu beklagen.

HB MANILA/CARACAS. Entflammte Silvesterböller haben im Osten der Philippinen einen Großbrand in einem Warenhaus ausgelöst, bei dem mindestens 24 Menschen ums Leben kamen. Unter den Toten sind nach Polizeiangaben vom Dienstag zwei Kinder und eine Schwangere. 21 Menschen wurden bei dem Feuer am Montag teils schwer verletzt. Das einstöckige Kaufhaus in der Stadt Ormoc, 550 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Wie der Polizeichef der Stadt, Manuel Cobillo, berichtete, wurde der Brand durch einen Kunden ausgelöst. Der Mann habe ein Spielzeuggewehr testen wollen. Dabei habe er versehentlich einen Stapel Feuerwerkskörper an einem Stand am Eingang des Warenhauses angezündet. Die Flammen hätten sich dann rasend schnell ausgebreitet, weil zum Bau des Gebäudes Balken aus Kokosnusspalmen verwendet wurden.

„Die, die nahe am Eingang waren, konnten fliehen, aber viele sind zur Rückseite des Kaufhauses gerannt, weil sie dachten, am Eingang wird geschossen. Doch dort waren sie gefangen“, sagte Cobillo. Der Notausgang an der Rückseite des Hauses habe sich nicht öffnen lassen, weil er mit einem Vorhängeschloss gesichert war. Zu klären sei aber vor allem, warum in dem Geschäft überhaupt Silvesterraketen verkauft wurden. Dies sei normalerweise nur an Ständen unter freien Himmel am Uferdamm der Stadt gestattet, sagte Bürgermeister Eric Codilla.

Bei einer Explosion und einem Brand in einem Lager für Feuerwerkskörper sind in der Stadt Maracaibo im Nordwesten von Venezuela mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Wie der Radiosender „Unión Radio“ berichtete, wurde die Opferzahl am Dienstag von den zuständigen Behörden der westlichen Stadt Maracaibo nach oben korrigiert. Bei dem Unfall vom Samstag in einem Straßenmarkt von Maracaibo waren 54 Menschen verletzt worden.

Das Feuer hatte den Angaben zufolge einen großen Teil des Straßenmarktes Las Playitas zerstört und auch mehrere Fahrzeuge und Häuser der Nachbarschaft beschädigt. Die Flammen seien von der Feuerwehr erst nach mehr als zwei Stunden unter Kontrolle gebracht worden. Plünderungsversuche seien von der Polizei vereitelt worden, hieß es. Der Zivilschutz nannte als Ursache des Unfalls „Fahrlässigkeit beim Test eines Feuerwerkskörpers“.

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