Vor Somalia
Piraten greifen Schiff mit Raketen an

Ein unter US-Flagge fahrender Frachter ist einem Piratenangriff vor der Küste Somalias entkommen. Wie die Reederei der „Liberty Sun“ in New York mitteilte, griffen die Piraten das mit Hilfsgütern beladene Schiff mit Panzergranaten, Raketen und automatischen Waffen an.

HB NEW YORK. Das Schiff habe die US-Marine um Unterstützung gebeten. Daraufhin sei die „USS Bainbridge“ zu Hilfe geeilt. Der Lenkwaffenzerstörer geleitete den Frachter, der Hilfslieferungen geladen hat, in Richtung seines Bestimmungshafen Mombasa in Kenia. Der Schiffseigner in New York sagte nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN, am Schiff sei Schaden entstanden. Der Besatzung gehe es gut, schrieb ein Seemann seiner Mutter in einer Email.

Innerhalb von 48 Stunden brachten die Piraten vier Schiffe in ihre Gewalt. Der britische Sender BBC berichtete unter Berufung auf eine Nato-Sprecherin, der libanesische Frachter „MS Sea Horse“, der unter der Flagge Togos fährt, sei gekapert worden. In der Nacht zum Dienstag war im Golf von Aden bereits der griechische Frachter „MS Irene“ in die Fänge von Piraten geraten. Laut BBC enterten Piraten in der gefährlichen Wasserstraße am Montag zwei ägyptische Fischerboote.

Die Piraterie vor der somalischen Küste bedroht auch die internationale Nahrungsmittelhilfe für das Land. 90 Prozent der Hilfsgüter kämen über See, sagte eine Sprecherin des Uno-Ernährungsprogramms WFP in Genf. Die Piraterie sei eine ständige Sorge. Somalische Piraten haben derzeit mindestens 18 Schiffe in ihrer Gewalt. Dazu zählt auch der deutsche Frachter «Hansa Stavanger» mit fünf deutschen und 19 weiteren Besatzungsmitgliedern an Bord.

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