Vorfall in China
Fluglotsen schlafen, Flieger dreht Warteschleifen

Gleich beide Fluglotsen schliefen, als ein Passagierflugzeug den Flughafen Wuhan anfliegen wollte. Die Piloten flogen eine Viertelstunde lang Warteschleifen, bis sie ein Lebenszeichen aus dem Tower erhielten.
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PekingWeil die Fluglosten eingeschlafen waren, hat ein Passagierflugzeug in China fast eine Viertelstunde lang auf seine Landeerlaubnis warten müssen. Die Piloten der Fluggesellschaft China Eastern Airlines mussten den Tower des Flughafens in Wuhan mehrfach anfunken, bis sie endlich Antwort bekamen, berichtete das Nachrichtenportal Sina.com am Dienstag.

Das Flugzeug kam demnach von der vor Vietnam gelegenen Insel Hainan. Nach mehreren Warteschleifen konnte die Maschine schließlich sicher landen. Das Wirtschaftsblatt „Caijing“ berichtete am Dienstag unter Berufung auf einen Ermittlungsbericht, dass gleich beide Fluglotsen geschlafen hätten, als die Boeing 737 zur Landung ansetzen wollte. Demnach ereignete sich der Vorfall bereits Anfang Juli.

In Chinas sozialen Netzwerken lösten die Berichte eine lebhafte Debatte über die Flugsicherheit in China aus. „Hunderte Menschenleben hängen vom Verhalten der Fluglotsen ab. Wir vertrauen euch unser Leben an“, empörte sich etwa ein Nutzer des chinesischen Kurznachrichtendienstes Sina Weibo. Ungeachtet der anstrengenden Arbeit von Fluglotsen sei es unverzeihlich, inmitten der Schicht einzuschlafen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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