Vorgesorgt
Indischer Tempel versichert Elefanten

Der Guruvayur-Tempel hat Kranken- und Lebensversicherungen für seine 62 Dickhäuter abgeschlossen. An der Anzahl der Fußnägel wird der Wert der Tiere festgemacht.

HB/dpa NEU DELHI. Ein Tempel im südindischen Bundesstaat Kerala hat für seine 62 Elefanten Kranken- und Lebensversicherungen abgeschlossen. Steigende Tierarztkosten hätten die Finanzen des Guruvayur-Tempels zunehmend belastet, berichtete die „Hindustan Times“ am Dienstag.

Tempelelefanten in Indien werden reichlich gefüttert, bekommen Extra-Vitamine und in der Regenzeit sogar Ölbäder; ihre einzige Aufgabe ist die Teilnahme an religiösen Festen und Zeremonien. Im Vergleich zu ihren schwer arbeitenden Artgenossen auf dem Land und in der Stadt werden sie unter weit besseren Bedingungen gehalten - bis auf eine Ausnahme: Tempelelefanten müssen strikt zölibatär leben.

Ein Versicherungsmanager sagte der Zeitung, es sei schwierig gewesen, den Wert der Dickhäuter zu berechnen. „Die Länge der Stoßzähne, die Anzahl der Fußnägel und die Größe der Tiere wurden berücksichtigt.“ Der Guruvayur-Tempel rühmt sich damit, die weltweit größte Elefantenherde in Gefangenschaft zu halten. In Indien können sich zahlreiche Menschen keine Kranken- und Lebensversicherung leisten.

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