Vorhersagen sehen abdrehen des Tropensturmes
Öl-Anlagen bleiben wohl von „Wilma“ verschont

Der am Montag in der westlichen Karibik entstandene Tropensturm „Wilma“ dürfte neuen Vorhersagen zufolge die Öl-Förderanlagen im Golf von Mexiko verschonen und Kurs auf Florida nehmen. Der Wirbelsturm verstärkt sich indes in der westlichen Karibik weiter.

HB NEW YORK. Vorherige Berechnungen hatten teilweise darauf hingedeutet, „Wilma“ könne am Freitag die mexikanische Halbinsel Yucatan streifen und sich dann am Samstag auf den zentralen Golf von Mexiko zubewegen. Im Ölhandel hatte dies am Montag Sorgen ausgelöst, die Förderanlagen im Golf könnten erneut heruntergefahren werden. Wegen befürchteter Schäden an den Ölanlagen kletterte der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) leichtes US-Öl um gut 1,70 Dollar. Die marktführende Nordseesorte Brent verteuerte sich um knapp einen Dollar.

Die meisten neueren Berechnungsmodelle zeigen nun an, der Tropensturm werde zwischen sich zwischen Yucatan und Kuba bewegen und dann in Richtung Nordosten an die Golfküste des US-Bundesstaates Florida ziehen. Diese Route könnte die Gemüter an den Ölmärkten wieder etwas beruhigen.

Mit Windgeschwindigkeiten bis etwa 100 und Böen bis etwa 120 Kilometern pro Stunde befindet sich „Wilma“ nach Angaben des Wetterdienstes „Meteomedia“ derzeit zwischen Jamaika und Honduras. Er bewegt sich jedoch kaum von der Stelle. Die Meteorologen rechnen damit, dass „Wilma“ noch am Dienstag zum zwölften Hurrikan der Saison hochgestuft wird. Ein Sturm wird zum Hurrikan hochgestuft, wenn er Windgeschwindigkeiten von 119 Kilometern pro Stunde erreicht. „Wilma“ würde dann den nächsten Rekord einstellen. „Zwölf Hurrikans wurden in der bis 1851 zurückreichenden Statistik bisher nur einmal beobachtet, nämlich im Jahre 1969“, sagte Hurrikan-Experte Thomas Sävert. Bereits am Montag hatte „Wilma“ den Rekord von insgesamt 21 Tropenstürmen aus dem Jahre 1933 erreicht.

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