Vorwurf der häuslichen Gewalt
Johnny Depp muss Abstand halten

Die Trennung von Amber Heard und Johnny Depp wird zum Rosenkrieg. Die Schauspielerin wirft dem Hollywood-Star häusliche Gewalt vor. Depp muss nach einem Gerichtsentschluss nun Abstand halten.

Los AngelesDer Scheidungs-Streit zwischen Hollywood-Star Johnny Depp (52) und seiner Noch-Ehefrau Amber Heard (30) wird zunehmend dramatisch. In den Medien tauchen immer mehr schwere Vorwürfe gegen den Schauspieler auf, die Heard gegen ihn erhoben haben soll. Sie wirft ihm häusliche Gewalt vor und hatte deshalb eine einstweilige Verfügung beantragt. Ein Richter entschied daraufhin, dass sich Depp seiner Noch-Ehefrau vorerst nicht mehr nähern darf, wie Gerichtssprecherin Liz Martinez der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Depps Anwältin wies die Vorwürfe zurück. Heard versuche, finanzielle Vorteile für sich herauszuschlagen, indem sie Depp Gewalttätigkeiten unterstelle, sagte Laura Wasser der US-Zeitschrift „People“. Depp sei derzeit beruflich im Ausland unterwegs und werde sich von der 30-Jährigen fernhalten.

Der Schauspieler ist mit der Band Hollywood Vampires auf Tournee in Europa. Am Sonntag ist ein Auftritt in Herborn beim Hessentag geplant. Depp selbst äußerte sich zu den Vorwürfen nicht öffentlich, auch sein Sprecher antworte auf eine Anfrage der dpa zunächst nicht.

Tatsächlich wiegen die Vorwürfe schwer: Heard soll ihren Mann dem Bericht zufolge beschuldigen, sie beispielsweise an den Haaren gezogen und zu Boden gestoßen zu haben. „TMZ.com“ und „People.com“ veröffentlichten am Freitag Fotos, die Heard mit einem Bluterguss am rechten Auge zeigen sollen. Bei einem Vorfall am vorigen Samstag habe er ihr ein Handy an den Kopf geworfen, soll Heard zu Protokoll gegeben haben. Auch ihr Sprecher sowie ihr Anwalt waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Polizeisprecherin Jenny Houser bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass Beamte am 21. Mai per Notruf zu einem Appartement des Paares in Los Angeles gerufen wurden. Die betroffene Person habe zu diesem Zeitpunkt aber von einer Anzeige wegen häuslicher Gewalt abgesehen. Die Polizisten hätten keine Hinweise auf ein Verbrechen entdecken können und daher nichts weiter unternommen, sagte Houser.

Heard hatte am Montag nach nur 15 Monaten Ehe die Scheidung eingereicht und „unüberbrückbare Differenzen“ als Grund angegeben. „Hoffentlich wird die Scheidung dieser kurzen Ehe schnell vollzogen“, erklärte Depp am Donnerstag über seinen Sprecher „People.com“. Der US-Schauspieler werde sich nicht weiter zu „anzüglichen, falschen Geschichten, Tratsch, Fehlinformationen und Lügen über sein Privatleben“ äußern, sagte sein Sprecher weiter.

Depp („Fluch der Karibik“) und Heard („Magic Mike XXL“) hatten sich 2011 bei gemeinsamen Dreharbeiten kennengelernt und Anfang 2015 geheiratet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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