Vulkan-Ausbruch
Höchste Alarmstufe auf Kanareninsel

Auf der Kanaren-Insel El Hierro gilt wegen des befürchteten Vulkanausbruches die höchste Alarmstufe, rund 600 Bewohner der Kleinstadt La Restinga sind bereits evakuiert worden.
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Las Palmas/Valverde/MadridDie Lage auf der Kanareninsel EL Hierro spitzt sich zu. Seit etwa zwei Wochen herrscht auf der Insel die Warnstufe „Gelb“ - die rund 10.000 Bewohner müssen somit auf mögliche Evakuierungsaktionen vorbereitet sein, am Mittwoch wurde sie auf Rot hochgestuft. Wegen vulkanischer Aktivität in der Region waren am Tag zuvor bereits rund 600 Bewohner der Kleinstadt La Restinga in Sicherheit gebracht worden. Am Monatg hatte sich nach Angaben des spanischen Instituts für Geografie rund fünf Kilometer vor der Küste eine Unterwassereruption in einer Tiefe von rund 2000 Metern unter dem Meeresboden südlich von El Hierro ereignet. Nach kanarischen Rundfunkangaben waren daraufhin alle Tauchvereine auf der Insel angewiesen worden, alle Aktivitäten im Wasser einzustellen.

Auf der kleinsten der Kanarischen Inseln sind seit Juli etwa 9600 schwächere Beben registriert worden. Sie gelten als Vorzeichen für einen Vulkanausbruch. Der heftigste Erdstoß hatte sich am vergangenen Samstagabend mit einer Stärke von 4,3 ereignet. Insgesamt befinden sich 500 Vulkane auf der Insel.

Viele Einwohner fürchten einen Vulkanausbruch, doch es gibt auch Profiteure: Der Vorsitzende der Vereinigung kleiner und mittlerer Unternehmen auf der Insel, Herminio Sánchez, sieht sogar riesige Vorteile in einer - begrenzten - Naturkatastrophe. Er erhofft sich davon einen massiven Zustrom neugieriger Vulkan-Touristen. „Wenn Hawaii davon lebt, warum wir nicht? Der Vulkan soll so schnell wie möglich explodieren.“

„Das ist das Beste, was uns passieren kann“, beteuert Sánchez, dessen Verein 120 Unternehmen angehören, nach einem Online-Bericht der spanischen Zeitung „El País“. Nach seiner Schätzung könnte ein Vulkanausbruch die Anzahl der Besucher auf der Insel verzehnfachen. Sánchez ist nicht der einzige Insel-Bewohner, der dieser Meinung ist. Auch der Besitzer des Restaurants „Don Din 2“ in der Ortschaft Frontera, hofft auf einen Vulkanausbruch, „vorausgesetzt, dass es keine Opfer gibt“. 

In den vergangenen drei Monaten ereigneten sich auf der Insel mehr als 8000 Erdbeben. Die Serie gilt als ein Vorzeichen für einen möglichen Vulkanausbruch. Eine Evakuierung von El Hierro ist jedoch nicht geplant. Die Inselverwaltung wies diese Woche darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines Vulkanausbruchs für die nächste Zeit von den Wissenschaftlern nur auf 15 Prozent geschätzt werde.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Vulkan-Ausbruch: Höchste Alarmstufe auf Kanareninsel"

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  • wie kann man sich an einem Vulkanausbruch erfeuen.... krass.
    Geld...Geld und noch mal Geld, schlimm

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