Vulkan Mayon
Feuerkegel beruhigt sich - Dennoch: Keine Entwarnung

Trotz einer zeitweiligen Beruhigung des philippinischen Vulkans Mayon haben sich am Mittwoch tausende weitere Menschen vor dem brodelnden Feuerberg in Sicherheit gebracht. Sie glauben das eine andere Naturgewalt den Berg zum Ausbruch bringen könnte

HB MANILA. Die Zahl der Flüchtlinge in den Notquartieren stieg nach Angaben des Katastrophenschutzes auf zunächst rund 40 000. Viele von ihnen fürchteten, die gegenwärtige Vollmondphase könne eine heftige Eruption auslösen, sagte ein Behördensprecher.

Über 24 Stunden seien nur rund 20 Vulkanische Erdbeben registriert worden, nach zuvor mehr als 100, teilte das Institut für Vulkanologie und Seismologie (PHIVOLCS) am Mittwoch mit. Auch der Ausstoß giftigen Schwefeldioxid-Gases sei deutlich zurückgegangen. Die Schwankungen würden aber als Zeichen gewertet, dass der Vulkan weiter sehr unruhig sei, hieß es.

Das Institut nannte die vorübergehende Beruhigung „unnormal“. „Folglich müssen wir weiterhin vorsichtig sein.“ PHIVOLCS-Direktor Renato Solidum bestätigte, dass die Anziehungskraft des Mondes Einfluss auf die Aktivität des Vulkans habe könne. Einige der Ausbrüche des Mayons in der Vergangenheit seien mit Vollmondphasen zeitlich zusammengefallen. Die Evakuierungen in der unmittelbaren Gefahrenzone rund um den knapp 2500 Meter hohen Berg hatten am Montag begonnen, nachdem PHIVOLCS wegen einer deutlich erhöhten Aktivität des Vulkans die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen hatte.

Der Mayon, rund 330 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila gelegen, war zuletzt vor fünf Jahren mit großer Wucht ausgebrochen. Bei einer heftigen Eruption 1993 waren 79 Menschen ums Leben gekommen. Der folgenschwerste Ausbruch ereignete sich 1814, als mehr als 1200 Menschen starben. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts wurden rund 50 Ausbrüche registriert. Der Mayon ist wegen seiner perfekten Kegelform ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen.

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