Vulkan
Mayon spuckt weiter Asche

Die Zeichen für einen Ausbruch des philippinischen Vulkans mehren sich. Die Folge: Zehntausende Menschen müssen evakuiert werden

HB MATANAG. Die bedrohliche Aktivität des philippinischen Vulkans Mayon hat am Dienstag die Angst vor einem unmittelbar bevorstehenden Ausbruch verstärkt. Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo rief die Anwohner am Fuße des Berges auf, kein Risiko einzugehen und sich in Sicherheit zu bringen.

Soldaten und Rettungskräfte setzten die Evakuierung von rund 35.000 Dorfbewohnern fort. Weitere 20.000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen, falls es zu einer größeren Eruption kommen sollte. Mindestens drei Mal habe der Mayon am Montagabend Asche gespuckt, sagte der Vulkanologe Ed Laguerta. Außerdem würden ungewöhnlich große Mengen Schwefeldioxid freigesetzt. Über Nacht seien auf Grund der seismischen Aktivität mehr als hundert kleinere Beben registriert worden. Das bedeute, dass mehr Magma aufsteige, sagte Laguerta.

Arroyo lobte den „effektiven Umgang mit der Krise“. Sie sei zuversichtlich, dass es im Falle einer Naturkatastrophe keine Todesopfer gebe. Bereits am Montag war die Alarmstufe heraufgesetzt worden, die Sperrzone um den Krater wurde ausgeweitet. Rund 80 Militär- und Regierungsfahrzeuge brachten die Menschen aus der Gefahrenzone heraus. Der Mayon ist einer von 22 aktiven Vulkanen auf den Philippinen. Bei seinem schwersten Ausbruch kamen 1814 mehr als 1.200 Menschen ums Leben.

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