Vulkan Merapi
Rückkehr ins Inferno

Viele Indonesier schlagen offenbar die Warnungen der eigenen Regierung in den Wind. Obwohl weiterhin Lava und Gas aus dem Vulkan Merapi austreten, kehren erste Anwohner bereits in ihre Dörfer in unmittelbarer Nähe des Berges zurück.

Trotz anhaltender Eruptionen des indonesischen Vulkans Merapi sind am Freitag eine Reihe von Anwohnern in ihre Dörfer am Fuße des Berges zurückgekehrt. Der Vulkan spie weiter Lava und Gas und überzog die umliegenden Häuser mit einer dünnen Rußschicht, wie die indonesische Nachrichtenagentur Antara berichtete. Gegenüber dem Vortag schien seine Aktivität jedoch ein wenig nachzulassen. Große Wolken von heißen Gasen und Asche hatten am Donnerstag rund 15 000 Menschen in die Flucht getrieben.

Auf dem 3000 Meter hohen Merapi wächst seit Wochen ein Lavakegel. Bereits im Mai forderten die Behörden daher die Anwohner auf, sich in Sicherheit zu bringen. Insgesamt verließen bislang 35 000 Menschen ihre Häuser, tausende weitere weigerten sich jedoch, ihre Felder und Tiere allein zu lassen. Von dem am Donnerstag geflohenen Dorfbewohnern kehrten einige bereits am Freitag zurück. Einige Wissenschaftler vermuten, dass das starke Erdbeben vom 27. Mai, bei dem mehr als 5700 Menschen getötet wurden, zu der in letzter Zeit spürbar gestiegenen Aktivität des Vulkans beigetragen haben könnte. Beim letzten großen Ausbruch des Merapi 1994 kamen 60 Menschen ums Leben. 1930 fielen einer Eruption rund 1300 Menschen zum Opfer.

Bauer nach Vulkanausbruch auf den Philippinen gestorben

Nach einem neuerlichen Ausbruch des Vulkans Bulusan auf den Philippinen sollen rund 8000 Menschen aus den umliegenden Dörfern evakuiert werden. Der Ausbruch am Mittwochabend, bei dem vier Dörfer mit Asche bedeckt wurden, sei der fünfte in zweieinhalb Wochen gewesen, teilte die Verwaltung der Gemeinde Casiguran am Freitag mit. Ein Bauer, der seit Jahren an Asthma leide, habe wegen des Ascheregens einen schweren Anfall erlitten und sei gestorben.

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