Vulkanasche

Flughafen von Bali erneut lahmgelegt

Wieder eine Aschewolke über Bali: Weil der Vulkan Raung rund 150 Kilometer westlich der Urlaubsinsel nicht aufhört zu speien, muss der Flughafen erneut geschlossen bleiben. Hunderttausende Touristen dürften stranden.
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Seit Wochen hört der ostjavanische Vulkan Raung nicht auf, Asche auszustoßen. Quelle: AFP
Raung

Seit Wochen hört der ostjavanische Vulkan Raung nicht auf, Asche auszustoßen.

(Foto: AFP)

JakartaEin Vulkan hat den Flugbetrieb auf der indonesischen Ferieninsel Bali erneut lahm gelegt. Die Behörde schloss am Mittwoch Start- und Landebahn am Airport Denpasar. Dort starten und landen pro Stunde bis zu 30 Maschinen. Hunderttausende Touristen dürften stranden. Vergangene Woche war der Flughafen an mehreren Tagen jeweils über Stunden geschlossen. Ursache ist Asche, die der Vulkan Raung etwa 150 Kilometer weiter westlich in Ostjava in die Luft schleudert.

Bali ist ein Touristenmagnet in Indonesien. Neben den mehr als drei Millionen ausländischen Besuchern machen gerade auch zehntausende Indonesier dort Urlaub. Die Woche nach dem Ende des Fastenmonats Ramadan ist in dem muslimischen Land traditionell Reisewoche.

Wo die Natur die meisten Schäden hinterlassen hat
Weniger Tote und Sachschäden
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Naturkatastrophen haben die Menschheit in diesem Jahr bislang deutlich weniger getroffen als in den vergangenen Jahrzehnten. Zu diesem Ergebnis ist die Münchener Rückversicherungsgesellschaft in ihrer Naturkatastrophenbilanz gekommen. Demnach sind im ersten Halbjahr 2015 annähernd 16.000 Menschen ums Leben gekommen – mehr als die Hälfte davon bei dem Erdbeben Ende April in Nepal. Im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre seien 27.000 Tote zu beklagen gewesen. Insgesamt waren von Januar bis Juni Schäden von 35 Milliarden US-Dollar zu verzeichnen, während der Durchschnittswert der vergangenen 30 Jahre rund 64 Milliarden US-Dollar betrug.

Quelle: Munich RE

Erdbeben in Nepal
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Am 25. April verursachte ein Erdbeben der Stärke 7,8 in ganz Nepal, vor allem in der Hauptstadt Kathmandu, katastrophale Zerstörungen – es ist das stärkste Beben seit mehr als 80 Jahren. 8.850 Menschen wurden getötet, etwa drei Millionen Menschen wurden obdachlos. Bei einem weiteren Beben der Stärke 7,3 zweieinhalb Wochen später kamen nochmals 230 Menschen ums Leben.

Nach dem Erdbeben in Nepal
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Das Erdbeben hat viele Häuser und Teile des kulturellen Erbes der Menschheit zerstört. Der Gesamtschaden betrug demnach 4,5 Milliarden US-Dollar, davon waren nur 140 Millionen US-Dollar versichert. Die Dimension der Schäden offenbart sich bei der Betrachtung der Wirtschaftskraft: Sie machten knapp ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts eines Jahres aus.

Wintersturm in den USA und Kanada
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Die USA wurde Ende Februar in eine dicke Winterdecke gehüllt. Eine Reihe von Winterstürmen, die Anfang des Jahres den Nordosten der USA und Kanadas trafen, war für die Versicherungswirtschaft die teuerste Naturkatastrophe. Der versicherte Schaden betrug 1,8 Milliarden US-Dollar, die Gesamtschäden 2,4 Milliarden US-Dollar. In Boston fielen den Winter hindurch insgesamt fast drei Meter Schnee – ein absoluter Rekord.

Schneechaos in den USA
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Zwölf Tote, gestrichener Unterricht, Stromausfälle und viele Unfälle: Zeitweise waren Zehntausende Menschen während den schweren Schneefällen ohne Strom. Tausende Flüge mussten gestrichen oder umgeleitet werden. Insgesamt entstanden durch den harten Winter 2014/15 in den USA direkte Gesamtschäden von 4,3 Milliarden US-Dollar. Die indirekten Schäden durch Flugverspätungen, Stromausfälle und Geschäftsunterbrechungen sind hierbei nicht einberechnet.

Unwetter in Mexiko und dem Süden der USA
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Tote, viele Verletzte, zerstörte Häuser und durch die Luft gewirbelte Autos in Mexiko: Verheerende Unwetter und Stürme haben den Süden der USA und den Norden Mexikos in Katastrophengebiete verwandelt. Insgesamt verursachte das Unwetter zwischen April und Juni jeweils Schäden über einer Milliarde US-Dollar, davon war jeweils rund eine dreiviertel Milliarde US-Dollar versichert.

Am stärksten war Texas betroffen
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Mit am stärksten war die Region Wimberley in Texas von den Unwettern betroffen, allein dort wurden 400 Gebäude zerstört, mehr als 1000 beschädigt. Im ersten Halbjahr betrug der Schaden in den USA durch solche Unwetter, die teilweise von Tornados oder Hagel begleitet wurden, 6,5 Milliarden US-Dollar, davon waren 4,8 Milliarden US-Dollar versichert.

  • dpa
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