Waggons waren bereits einige Zeit unterwegs
Führerlose Waggons töten zwei Menschen

Bei einem Unfall auf einem Bahnübergang in Attendorn, Nordrhein-Westfalen, sind am Samstag zwei Menschen von zwei führerlosen Transportwaggons erfasst und getötet worden. Vier weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

HB ATTENDORN. Die Waggons hatten am Samstagmittag in Sekundenabstand zwei Autos und einen Fußgänger erfasst. Dabei sind laut Polizei auch mindestens vier Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Die Schranke - rund 300 Meter vom Bahnhof Attendorn entfernt - war zum Zeitpunkt des Unglücks offen. Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Die Identität der Opfer war ebenfalls zunächst nicht bekannt.

Die beiden Waggons waren laut Polizei mehrere Kilometer weit auf der abschüssigen Strecke gerollt, bevor sie den Bahnübergang passierten. „Die müssen bereits einige Zeit unterwegs gewesen sein und eine entsprechende Geschwindigkeit erreicht haben“, sagte ein Polizist. Die Strecke zwischen Attendorn und Olpe ist wegen einer Brückensanierung an einer Talsperre am Biggesee zur Zeit gesperrt. Ein Sprecher der Deutschen Bahn AG erklärte, dass sich Signalschranken nur bei „normalem“ Zugverkehr senkten. Die entsprechenden elektronischen Kontakte könnten bei gesperrten Strecken ausgeschaltet sein.

Einer der Unglücks-Waggons rollte nach der Kollision mit dem Auto bis zum nächsten Bahnübergang rund einen Kilometer weiter. Die Polizei musste über 100 Schaulustige vom Unfallort nahe der historischen Attendorner Altstadt abdrängen.

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