Waldbrände
Die Welt brennt

Während Deutschland Mitten im Sommer fröstelt, leiden viele andere Teile der Welt derzeit unter Hitze und Trockenheit. In Südafrika und auf den Kanarischen Inselns sind die Brände bisher nicht unter Kontrolle gebracht worden: Nach Gran Canaria ist nun auch die Nachbarinsel Teneriffa von dem Großfeuer erfasst worden. Insgesamt mussten mehr als 4 000 Bewohner und Touristen auf den Kanarischen Inseln in Sicherheit gebracht werden.

Feuer auf den Kanarischen Inselns weiten sich aus

HB SANTA CRUZ. Immer mehr Waldbrände auf den Kanarischen Inseln: Nach Gran Canaria ist nun auch Teneriffa von einem Großfeuer erfasst worden. Im Norden der Insel sollen bereits rund 2 600 Hektar Wald den Flammen zum Opfer gefallen sein. Mehrere Dörfer mussten evakuiert werden. Auch aus dem Süden Teneriffas wurden Waldbrände gemeldet.

Auf der Nachbarinsel Gran Canaria sind am Montag mehr als 2 000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, darunter auch 50 deutsche Urlauber. Betroffen waren Einwohner der Urlaubsorte Mogan und Tejeda, wie die örtliche Provinzregierung mitteilte. Etwa 20 Häuser wurden ein Raub der Flammen, Touristenunterkünfte waren offenbar nicht betroffen.

Die Flammen hätten sich der in rund 1000 Metern Höhe gelegenen Anlage in San Bartolomé de Tirajana bis auf einen Kilometer genähert, meldete der spanische Rundfunk am Abend. Die Touristen seien in ein anderes Hotel an der Küste gebracht worden. Niemand sei zu Schaden gekommen. Der Brand hat bislang fast 4000 Hektar des ökologisch wertvollen Pinien- und Eukalyptuswald vernichtet.

Die Feuerwehr war am Sonntag noch der Meinung gewesen, den Brand unter Kontrolle zu haben. Am Montag waren jedoch weiter rund 100 Feuerwehrleute im Kampf gegen die Flammen im Einsatz. Ein Forstarbeiter gestand am Wochenende, den Waldbrand gelegt zu haben. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen.

Knapp zwei dutzend Tote in Südafrika

In Südafrika lodern die Buschbrände ungeachtet aller Löschversuche weiter. Die Behörden schickten nach Angaben des nationalen Rundfunks am Dienstag weitere Feuerwehrleute als Verstärkung in die Region nahe dem Krüger-Nationalpark. Betroffen sind auch die Urlauber-Orte Sabie und Graskop sowie Teile des Gebirgs-Königreichs Swasiland. Bei den schwersten Buschbränden seit zwei Jahrzehnten sind bisher knapp zwei Dutzend Menschen ums Leben gekommen, zehntausende Hektar Wald und Weideland zerstört sowie tausende Tiere getötet worden. Die Regierung erwägt, die Region zum Notstandsgebiet zu erklären.

Noch keine Entwarnung für Griechenland

In Griechenland konnte die Feuerwehr am Dienstag die seit Wochen wütenden Brände größtenteils unter Kontrolle bringen. Bewohnte Regionen wurden nicht mehr von Flammen bedroht. Es könne aber noch keine Entwarnung gegeben werden, die Brandgefahr bleibe extrem hoch, berichtete der staatliche griechische Rundfunk unter Berufung auf die Feuerwehr. Einige Brände tobten noch im Westen der Mittelmeerinsel Kreta auf den Bergen südlich der Hafenstadt Chania sowie an der Grenze zu Albanien und Mazedonien. Löschflugzeuge waren im Einsatz, um auch diese Brandherde zu löschen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%