Walter Conkite
Amerika trauert um seine Nachrichtenikone

Er war Amerikas Fernseh-Nachrichtenmoderator der ersten Stunde. Schätzungsweise 20 Mio. Menschen saßen jedes Mal vor dem Bildschirm, wenn er abends das Neueste aus aller Welt vermeldete. Am Freitag ist der legendäre TV-Journalist Walter Cronkite gestorben. Er soll unter anderem das Ende des Vietnamkriegs beschleunigt haben.

HB WASHINGTON. Am Freitag ist er in New York gestorben: Walter Cronkite, legendärer TV-Journalist, der über die größten Tragödien und Triumphe der jüngeren US-Geschichte berichtete, von der Kennedy-Ermordung über den Vietnamkrieg und die Mondlandung bis hin zu Wahlparteitagen und Präsidenten-Vereidigungen.

Der nicht nur überaus hoch angesehene, sondern auch äußerst beliebte Journalist, über lange Jahre das vertraute Gesicht der Abendnachrichten des Senders CBS, wurde 92 Jahre alt. Politiker und Kollegen würdigten ihn als "amerikanische Institution", einen Pionier, der die Rolle des TV-Nachrichtensprechers begründete und entwickelte und durch seine Arbeit das Medium Fernsehen mitformte.

So betrauerte auch US-Präsident Barack Obama den Verlust einer "Ikone und eines teuren Freundes", der "Teil der Familie" gewesen sei. "Er war jemand, dem wir vertrauen konnten, dass er uns durch die schwierigsten Themen des Tages bringt - eine Stimme der Sicherheit in einer unsicheren Welt", sagte Obama in einer noch am Freitagabend (Ortszeit) verbreiteten Botschaft.

Cronkite erwarb zunächst als Korrespondent der Nachrichtenagentur United Press (später als United Press International - UPI bekannt) während des Zweiten Weltkriegs einen Namen. Er war einer der ersten Reporter, der hautnah vor Ort inmitten der amerikanischen Streitkräfte über das Kriegsgeschehen in Europa berichtete, oft mit großem Wagemut. So war Cronkite bei den ersten B-17-Bombenabwürfen über Deutschland dabei, landete mit den alliierten Streitkräften in Nordafrika und watete 1944 bei der Normandie-Invasion mit an Land. Später berichtete er für UPI über die Nürnberger Kriegsverbrecher- Prozesse, danach war er Chefkorrespondent in Moskau.

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