Warnlicht übersehen
Bus steckte zwischen Bahnschranken fest

Ein mit 107 Erntehelfern voll besetzter Bus blieb auf einem Bahnübergang im nordrhein-westfälischen Lüdge stehen. Unter den Fahrgästen brach Panik aus. Mehrere Menschen wurden verletzt.

HB/dpa LÜDGE. In einer verzweifelten Aktion haben sich 107 Erntehelfer aus Polen selbst aus einem Bus befreit, der zwischen zwei Bahnschranken im nordrhein-westfälischen Lüdge stecken geblieben war. Die Männer waren auf dem geschlossenen Bahnübergang in Panik geraten und hatten mit Nothämmern die Scheiben des Busses eingeschlagen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Sieben von ihnen wurden dabei leicht verletzt.

Anfang Mai war ein deutscher Reisebus in Ungarn auf einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Zug erfasst worden - 33 Menschen starben. Für die Insassen des Busses in Lüdge habe aber keine akute Gefahr bestanden, hieß es. „Mensch und Technik haben hier funktioniert, das ist das Positive an der Sache“, sagte ein Polizeisprecher. Als der Bus auf dem Übergang stecken geblieben war, habe der Fahrdienstleiter im Bahnhof Bad Pyrmont das Geschehen auf seinem Monitor mitverfolgt und die Züge auf der Strecke gestoppt.

Es sei bislang unklar, ob der Busfahrer das Rotlicht übersehen habe. Er habe zunächst mit dem Bus vor den verschlossenen Schranken des Bahnüberganges gestanden. Als sich die Schranken hoben, sei er nach Angaben von Augenzeugen „sehr langsam“ in den Bahnübergang eingefahren. „Wahrscheinlich wollte er nicht mit dem Boden des Gelenkbusses aufsetzen“, sagte ein Polizeisprecher.

Der Bus sei mit den 107 Männern schwer beladen gewesen. Als der Bus auf dem Bahnübergang stand, hätten sich die Schranken wieder geschlossen. Es sei möglich, dass der Fahrer schon so weit vorgefahren war, dass er das Warnlicht vom Führerhaus aus nicht mehr habe sehen können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%