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Warnsystem informiert alle EU-Staaten: Reaktor-Zwischenfall in Slowenien

In einem slowenischen Kernkraftwerk ist es am Mittwoch zu einem Zwischenfall gekommen, der einen EU-weiten Alarm auslöste. Das AKW im südslowenischen Krsko wurde in der Folge abgeschaltet. Obwohl es hieß, eine Gefährdung von Umwelt und Menschen bestehe nicht, meldete sich auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) zu Wort.

Das AKW im slowenischen Krsko an der kroatischen Grenze. Foto: Google Earth
Das AKW im slowenischen Krsko an der kroatischen Grenze. Foto: Google Earth

HB BERLIN/LJUBLJANA. Von dem Zwischenfall im Atomreaktor Krsko in Slowenien ist nach seinen Worten für die deutsche Bevölkerung keine Gefahr ausgegangen. Gabriel sagte am Mittwochabend in den ARD-„Tagesthemen“: „Es gibt keine Gefahr, jedenfalls nicht für die deutsche Bevölkerung.“

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Zugleich betonte der Minister, es habe keinen „europaweiten Atomalarm“ gegeben. Es existiere „ein europaweites Informationssystem über solche Fälle.“ „Dass daraus jetzt einige Medien „Atomalarm“ gemacht haben, ist ein bisschen überzogen. Ich persönlich bin froh, dass wir testen konnten, ob dieses System (...) funktioniert. Das ist so. Aber es gab keinen Fall, in dem beispielsweise die EU-Kommission Atomalarm gegeben habe. Das stimmt alles nicht.“


Der slowenische Ort Krsko liegt im Südwesten Sloweniens. Foto: Google Earth

Slowenien räumte am Mittwochabend einen Fehler bei der Benachrichtigung der zuständigen Behörden ein. Der Zwischenfall sei zunächst als Übung der Strahlenschutzbehörde im benachbarten Österreich gemeldet worden, hieß es nach slowenischen Medienberichten. Es sei aus Versehen zunächst ein falsches Formular benutzt worden, sagte der Leiter der slowenischen Atomschutzbehörde, Andrej Stritar, dem slowenischen Fernsehsender TVS am Abend. Später sei der Fehler korrigiert worden. Die EU-Kommission hatte nach dem Vorfall über ein spezielles Warnsystem alle 27 Mitgliedsstaaten der EU informiert. In den Medien war zunächst von einem EU-weiten „Atomalarm“ die Rede.

Die Behörden in Ljubljana stuften den Zwischenfall von 17.38 Uhr selbst als „eher gering“ ein. Aus dem „primären System“ des Reaktors sei Wasser ausgetreten, hieß es nach Angaben der slowenischen Atomsicherheitsbehörde. Daraufhin sei der nahe der kroatischen Grenze gelegenen Meiler schrittweise vorsorglich abgeschaltet worden. Menschen und Umwelt seien nicht gefährdet worden.

Auch von der EU in Brüssel kam Entwarnung: „Die Lage kann als vollständig unter Kontrolle betrachtet werden“, schrieb die EU- Behörde. EU-Energiekommissar Andris Piebalgs habe die Mitteilung, dass im dem Kernkraftwerk Kühlwasser verloren ging, aus Gründen der Transparenz herausgegeben. „Es ist nicht sehr schlimm“, teilte der Sprecher von Piebalgs am Abend in einer persönlichen Einschätzung mit.

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