Washington bewilligt Hurrikan-Opfern Milliardenhilfe
„Ophelia“ verschont Amerikaner

Erleichterung in den USA: Der Hurrikan „Ophelia“ vor der Atlantikküste Floridas hat sich zu einem Tropensturm abgeschwächt. Die Gefahr einer weiteren Katastrophe scheint gebannt - vorerst.

HB WASHINGTON/NEW ORLEANS. Die Windgeschwindigkeiten von "Ophelia" seien auf 104 Kilometer pro Stunde zurückgegangen, teilte das Nationale Hurrikan-Warnzentrum der USA mit. „Ophelia“ war am Donnerstag auf die unterste Hurrikan-Stärke hochgestuft worden, nachdem der Sturm Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde erreicht hatte. Sein Zentrum lag am Freitag rund 180 Kilometer östlich von Daytona Beach und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von knapp zehn Kilometern in der Stunde nach Nordosten. Meteorologen fürchteten jedoch, dass „Ophelia“ in der kommenden Woche abermals die Richtung wechseln und Kurs auf das Festland der USA nehmen könne.

Vorgänger "Katrina" hatte bereits vor knapp zwei Wochen in mehreren US-Südstaaten verheerende Schäden angerichtet. Das US-Abgeordnetenhaus und der Senat bewilligten am Donnerstag 51,8 Milliarden Dollar. US-Präsident George W. Bush unterzeichnete umgehend ein entsprechendes Gesetz. Bereits in der vergangenen Woche hatte Washington 10,5 Milliarden Dollar an Hilfsgeldern genehmigt. Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass "Katrina" bis zu 150 Milliarden Dollar verlangen könnte.

2000 Dollar Soforthilfe pro Familie

Bush, der wegen der langsamen Reaktion auf die Katastrophe unter schweren Beschuss geraten ist, trat am Donnerstag vor die Fernsehkameras, um mehrere Sofortmaßnahmen zur Hilfe für die Hurrikan-Flüchtlinge bekannt zu geben. Er verlas sogar Telefonnummern, über die die Betroffenen nähere Auskünfte erhalten können. Bush teilte unter anderem mit, dass jede vom Hurrikan „Katrina“ vertriebene Familie 2000 Dollar Nothilfe erhalten solle, um sich mit dem Nötigsten versorgen zu können.

Verwirrung herrschte aber um die angekündigte Ausgabe von Geldkarten im entsprechenden Wert durch die Behörde für Katastrophenmanagement (Fema). Nachdem sich die Verteilung zunächst verzögert und deshalb das Rote Kreuz das Heft in die Hand genommen hatte, teilte die Fema am Donnerstagabend mit, dass ein Großteil des Geldes möglicherweise in Form von Schecks ausgegeben werde.

Seite 1:

„Ophelia“ verschont Amerikaner

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%