Weder Elektrizität noch Autos
Hintergrund: Die Amischen

Die Amischen (englisch: Amish) führen im Westen von Pennsylvania ein zurückgezogenes Leben auf dem Lande und lehnen die Nutzung jeglicher moderner Technologie ab.

HB WASHINGTON. Die christliche Religionsbewegung hat ihre Wurzeln in der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts. Im Jahre 1693 spalteten sie sich unter Führung des Schweizer Bischofs Jakob Ammann von den Mennoniten ab. Ihre Mitglieder emigrierten seit Anfang des 18. Jahrhunderts in die USA. Wegen ihrer Forderung nach einer strikten Trennung von Staat und Kirche, der Erwachsenen- statt der Kindstaufe und ihres Pazifismus wurden sie in Europa wiederholt verfolgt. Heute leben etwa 225 000 Amische in 250 Gemeinden in 22 Staaten der USA.

Die Amischen legen großen Wert auf Familie, Gemeinschaft und Abgeschiedenheit von der Außenwelt. Sie lehnen die Benutzung fast aller moderner Technik ab. Sie haben weder Elektrizität noch Telefone, sie fahren keine Autos und sind nicht an das Abwassersystem angeschlossen. Die Amischen tragen altmodisch anmutende Trachten und sprechen als Muttersprache einen pfälzischen Dialekt.

Ihre Kinder besuchen keine öffentlichen Schulen, sondern gehen zu privaten Amischen-Schulen, in denen Kinder jeden Alters in einem Raum sitzen und von jungen unverheirateten Frauen unterrichtet werden. Das Geld für den Unterhalt der Schulen und die Bezahlung der Lehrerinnen wird von den Eltern aufgebracht. Die Zeit zwischen dem Schulende und dem (möglichen und frei zu wählenden) Beitritt als Erwachsener in die Gemeinde wird „Rumspringa“ genannt. In dieser Phase tolerieren die Eltern viele Freiheiten, die nach dem Beitritt nicht mehr geduldet werden.

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