Weekend Journal
Lebeck rät: "Geh’ zum Fernsehen"

30 Jahre lang prägten seine Aufnahmen den „Stern“. Am 21. März wird der Fotograf Robert Lebeck 75.

Herr Lebeck, Sie sagten einmal, für gute Bilder müsse man mitunter Regeln verletzen. Wann waren Sie besonders ungehobelt?

Das ist kaum der Rede wert – wenn man bedenkt, was heute alles gemacht wird. Ich hab mich einmal in der Villa Hammerschmidt hinter dem Vorhang versteckt, als Churchill zum Staatsbesuch da war und die Fotografen eigentlich den Saal verlassen sollten. Dann wollte Adenauer doch noch ein Foto von seiner Schwiegertochter und Churchill. Da habe ich mich vorgetraut und konnte exklusive Bilder machen.

Gibt es auch Fotos, die Sie nicht gemacht haben, obwohl Sie vor Ort waren?

Auf ein paar habe ich verzichtet, ja. Zum Beispiel auf das von Jackie Kennedy am Abend ihrer Hochzeit mit Onassis. Da habe ich mich an Bord der Yacht geschlichen. Als ich eine Tür öffnete, standen die frisch Getrauten eng umschlungen im Raum, sie haben mich gar nicht bemerkt. Ich habe nicht abgedrückt. Schade.

Wie haben Sie es geschafft, immer wieder den ganz besonderen Augenblick zu erwischen?

Das ist ein Instinkt, angeboren wie mein ewiges Lächeln, gegen das ich auch nichts machen kann. Und das mir so manche Tür geöffnet hat.

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