"Wegfegen, damit alles schön sauber aussieht."
Obdachlose müssen vor Bush-Wahlparteitag verschwinden

Obdachlose müssen Schlaf- und Bettelplätze im Umfeld des New Yorker Madison Square Garden räumen, bevor George W. Bush dort auf dem Wahlparteitag der Republikaner als US-Präsidentschaftskandidat nominiert wird.

HB NEW YORK. Auch eine Suppenküche in diesem Gebiet werde für die Zeit des Parteitags geschlossen, hieß es in New Yorker Medienberichten.

Ein Sprecher der Organisation Bread of Life Programm, die nach eigenen Angaben unweit des Madison Square Gardens täglich rund 500 Essensportionen ausgibt, kündigte die Verteilung von Notrationen an. Sie sollen den Betroffenen helfen, die drei Tage vom 30. August bis zum 1. September zu überbrücken, in denen sie wegen des Parteitages ihre angestammte Suppenküche nicht erreichen können.

Das Viertel rings um den Madison Square Garden werde abgeriegelt und nur für Personen zugänglich sein, die nachweisen können, dass sie dort wohnen oder geschäftlich tätig seien, hieß es bei der Polizei. Die Sicherheitsmaßnahmen seien nicht gezielt gegen Obdachlose gerichtet. Dagegen warf die Pfarrerin Elizabeth Maxwell von der Suppenküche der Kirche Holy Apostles der Stadtverwaltung vor, sie wolle die „Obdachlosen wegfegen, damit alles schön sauber aussieht“.

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