Weihnachtsmesse
Nackte springt auf Altar des Kölner Doms

Eine mutmaßliche Femen-Aktivistin hat am 1. Weihnachtstag die Messe von Erzbischof Meisner im Kölner Dom gestört. Mit freiem Oberkörper sprang die Frau auf den Altar – „I am God“ auf ihre Brust gemalt.
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KölnAusgerechnet an Meisners Geburtstag: Kurz nach Beginn der Weihnachtsmesse im Kölner Dom stürmt eine Frau aus der ersten Reihe nach vorne und springt nackt auf den Altar. Nach Angaben der Kölner Polizei hatte sich die 20-jährige die Worte „I am God“ („Ich bin Gott“) auf den Oberkörper gemalt. Vor den Augen von Erzbischof Joachim Kardinal Meisner wurde die Frau von den Sicherheitskräften im Dom abgeführt.

Bis zum Beginn des katholischen Gottesdienstes saß die Frau laut Polizeiangaben mit einem Ledermantel und Kopftuch bekleidet in der ersten Reihe. Die Polizei setzte die Frau bis zum Ende des Gottesdienstes fest und erstatte Anzeige wegen Störung der Religionsausübung und Hausfriedensbruchs. Die 20-jährige habe im Gegenzug Anzeige wegen Körperverletzung gegen die Sicherheitskräfte des Erzbistums erstattet.

Das Bistum war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Laut Informationen der Zeitung „Express“ soll die Frau zu den Femen-Aktivistinnen gehören und mit der Aktion gegen die sexistische und patriarchische Haltung von Kardinal Meisner protestieren. Meisner wurde am 1. Weihnachtstag 80 Jahre alt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Zwar sind vor Gott alle Menschen gleich, doch die Justiz
    sieht (fast) Nackte anders. Zudem: "Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen!" Apropos "I am god": Vielleicht war die Dame männlich - Schniedelwutz durch Slip verdeckt. Auftritt gegen Kardinal Meisner gerichtet? Wer´s glaubt wird selig. Die Kirchgänger wären auch ohne Kardinal präsent. An Weihnachten sollte man von einer Geldbuße absehen – ´ne kleine Waschung im Rhein, zurzeit 8 °C, würde das Gemüt des Möchtegern-Gottes kühlen. „In Berlin wäre es die Spree.“ (Aus "Leidgenossen zwischen Krummer Lanke, Reichstag und Gedächtniskirche", 2013)

  • Zwar sind vor Gott alle Menschen gleich, doch die Justiz
    sieht (fast) Nackte anders. Zudem: "Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen!" Apropos "I am god": Vielleicht war die Dame männlich - Schniedelwutz durch Slip verdeckt. An Weihnachten sollte man aber von einer Geldbuße absehen - 2 Min. "Zwangstauchen" im Rhein, zurzeit 8 °C, würde das Gemüt des Möchtegern-Gottes kühlen. „In Berlin wäre es die Spree.“ (Aus "Leidgenossen zwischen Krummer Lanke, Reichstag und Gedächtniskirche", 2013)

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